Dass das M’era Luna als eines der größten schwarzen Festivals jedesmal mit einem hochkarätigen LineUp aufwartet, ist in der Szene kein Geheimnis – aber wer sich dieses Jahr so alles angekündigt hat, toppt alles! Bei so einem LineUp dürfte selbst Helga wieder auferstehen: Placebo, die Sisters of Mercy, Skinny Puppy, In Extremo, … um nur Einige zu nennen.
Da kommt also jeder voll auf seine Kosten, sei er nun eher rockig, mittelalterlich oder doch mehr elektronisch angehaucht!
Den 7. und 8. August 2010 solltet ihr euch im Kalender also rot schwarz :) anstreichen und es nicht versäumen, euch rechtzeitig eure Karten für das nunmehr elfte M’era Luna zu sichern, das wie immer in Hildesheim auf dem Gelände des Flugplatzes Drispenstedt stattfinden wird.
LineUp
Bereits bestätigt sind 30 Künstler, als da wären…
Placebo
Muss man zu Placebo ernsthaft noch etwas anderes schreiben als: “geil, geil, geil!” (was übrigens auch für Herrn Molko gilt *fg*)?! – Die Briten haben sich längst international einen Namen gemacht, weit über die Szenegrenzen hinaus, und gelten seit Jahren als Ausnahmeerscheinung in der britischen Popszene. Ausverkaufte Stadien während ihrer letzten Tournee sprechen für sich. Jedes ihrer bislang fünf Studioalben verkaufte sich über eine Million Mal, und sage und schreibe 18 Singles konnten sich in den Charts platzieren. Mit ihrem spezifischen Sound pendelt die Band zwischen leidenschaftlichem Alternative-Rock, melancholischen Songs, druckvollen Rhythmen und spacigen Klang-Exkursionen.
Die aktuelle CD „Battle For The Sun“ gibt das Startzeichen für eine Neujustierung, die sich musikalisch wie auch personell artikuliert: „Das ist eine Rückkehr zu frühen Idealen“, erklärt Sänger Brian Molko. „Es gab von uns Ausflüge in den Pop, die Elektronik und komplexe Rockmusik. Jetzt wollen wir zurück zu unserer Basis: Großartige Songs mit maximalen Spannungsbögen.“ Das scheint geglückt. Denn „Battle For The Sun“ zeigt eine souveräne, mit allen Wassern gewaschene Band, die ihre Grenzen auslotet, sich aber zugleich auf ihre besonderen Fähigkeiten besinnt: Mit gewaltiger Leidenschaft melancholische Songs von maximaler Strahlkraft und melodiöser Hingabe zu performen. Die Schlacht um die Sonne ist eröffnet mit Placebo als Protagonisten, und beim M’era Luna 2010 könnt ihr hautnah dabei sein!
The Sisters of Mercy
Wo soll man anfangen? Bei einer Bandhistory, die 30 Jahre umfasst, ist so ein Kurzportrait wahrlich keine einfache Angelegenheit. Vielleicht sollte man sich nur auf das Wesentliche beschränken: 1980 wurden die Sisters of Mercy gegründet von Andrew Eldritch und Gary Marx. Die Besetzung drum herum wurde oft gewechselt, sodass heute nur noch Eldritch von der Anfangsformation mit von der Partie ist. 2006 war das Tourjahr der Sisters: 28 Länder in 365 Tagen. 2007 war das letzte Jahr, in dem die Sisters Of Mercy CD-technisch etwas von sich haben hören lassen, wenn auch „nur“ mit einer CD-Box neuaufgelegter alten Alben. Die letzte Platte kam 1993 auf den Markt – seitdem häufen sich die Gerüchte um ein neues Album. Und es kann immer noch nichts bestätigt werden… nichtsdestotrotz sind ihre Auftritte legendär, und ihr solltet sie auf keinen Fall verpassen!
In Extremo
Sieben Jungs + um die zwanzig Musikinstrumente + jede Menge Hits = Mittelalterrock made by In Extremo. Seit der Gründung 1995 ging es steil bergauf mit dieser Combo. Die Diskografie von In Extremo ist so lang, wie erfolgreich: unter anderem hat ihre 2008 erschienene LP „Sängerkrieg“ mit über 100.000 verkauften Exemplaren Gold geholt!
Unheilig
Seit nun mehr 10 Jahren existiert die Band Unheilig um den Grafen, zuletzt auch weit über die Szenegrenzen hinaus bekannt: am 30. November 2008 stahlte DMAX erstmals die Dokumentation “Ein Leben für die Musik” aus. In dem 40 Minuten langen Bericht werden Live-Auftritte aus den Jahren 2006 bis 2008 präsentiert sowie der Auftritt des Grafen bei der Sendung “Frank – der Weddingplaner” aus dem Jahr 2006 gezeigt und kommentiert. Am 19. Februar diesen Jahres erschien das neue Album „Große Freiheit“ und erreichte direkt Platz 1 der deutschen Charts. Am Erscheintag des Albums stahlte DMAX die knapp einstündige Dokumentation “Ferne Welt ich komme” aus, mit dem Schwerpunkt über die Geschichte der Band, bisherige Veröffentlichungen und einem Interview mit dem Grafen.
Wer bislang nicht das Glück hatte, einem ihrer Live-Spektakel beizuwohnen, wird nun vor die Bühne gebeten!
Nitzer Ebb
Dieses Gothic-Industrial-Triumvirat aus dem englischen Chelmsford ist nunmehr seit 17 Jahren dabei, die Grenzen des Industrial auszuloten und daher seit vielen Jahren nicht mehr aus der Szene wegzudenken: Nitzer Ebb. Zwingend, hypnotisch, facettenreich – um nur einige der Begriffe zu nennen, die unweigerlich mit Nitzer Ebb verbunden sind. Nachdem die Fans zwischen 1997 und 2006 eine Durststrecke durchleiden mussten, in der Bon Harris, David Gooday und Douglas McCarthy eigene Wege gingen, folgte eine Reunion-Tour von Harris und McCarthy, wonach Jason Payne das Trio vervollständigte, um die folgenden Jahre auf Festival- und Clubtour in Europa und Amerika zu gehen und eine kontinuierlich wachsende Fanbase aus alten, sowie neuen Nitzer Ebb-Liebhabern um sich zu scharen.
Laibach
„Wir nehmen von allem ein bisschen und schaffen etwas anderes in einer neuen Kombination. Das ist unser Eklektizismus.“ – So beschreibt die slowenische Band Laibach ihren ungewöhnlichen Stil selbst, und dieses Motto hört man ihren Projekten deutlich an. Seit bald 30 Jahren entwickelt, polarisiert und schockiert die 1980 gegründete Band nun schon: zuletzt mit dem Album “Volkswagner” (2009) oder “Laibachkunstderfuge” von 2008. Angelehnt an die klassische Musik, entstehen vereint mit Laibachs Einflüssen völlig neue Klänge, als Inspiration dienen die unterschiedlichsten Stile von Rock und Heavy Metal über Pop, Techno und EBM. Zunächst im politischen Konflikt wegen des deutschen Namens der damaligen Jugoslawischen Stadt Ljubljana, leben und arbeiten die vier Jungs immer noch in der Stadt ihrer Namensgebung im heutigen Slowenien. Aber nicht nur musikalisch sind sie seit vielen Jahren aktiv, auch in der bildlichen Kunst findet man die Allround-Talente mit zahlreichen Ausstellungen wieder.
Skinny Puppy
Die 1982 von cEvin Key gegründete Post Industrial-/Electronica-Band Skinny Puppy zählt zu den Urgesteinen der Szene, beeinflusst von europäischen Industrial-Acts der ersten Stunde wie den Throbbing Gristle oder Cabaret Voltaire. Ihre Musik ist experimentell und elektronisch, mit rhythmischen Geräuschen, punkigen Sounds, mehrschichtigem Sound aus Keyboards und Synthesizer sowie dunklen, verzerrten Lyrics. Skinny Puppys Bühnenauftritte sind auf Grund der bizarren und blutrünstigen Performance-Kunst legendär.
The 69 Eyes
Skandinavien ist schon seit langer Zeit bekannt für erfolgreiche und extrem druckvolle Musik bekannt. Und gerade Finnland steht den anderen skandinavischen Ländern in nichts nach. Dies bewiesen schon Ville Valo und HIM, die weltweit einen gigantischen Gothic-Boom auslösten. So auch The 69 Eyes: Sie bestechen mit ihren düsteren Texten und brillantem Sleaze-Rock; Gitarren-Riffs vermischt mit einem Hauch von Bikerattitüden. Mit der Zeit haben sich die Rocker aber mehr und mehr dem Gothic-Rock verschrieben, was die Qualität aber in keinster Weise gemindert hat. Wer nun noch denkt, in Skandinavien gibt es nur teuren Alkohol, hübsche Menschen und viel, viel Einöde soweit das Auge reicht, der ist selber Schuld.
Saltatio Mortis
Egal ob auf einem Mittelaltermarkt oder einem Rockfestival mit mehreren Tausend Zuschauern – gute Stimmung und volle Häuser sind garantiert, wenn die Spielleute von Saltatio Mortis mittelalterlichen Sound mit modernem Rock verschmelzen lassen! Nach den Charterfolgen von „Des Königs Henker“ und „Aus der Asche“ brachten Saltatio Mortis 2009 mit „Wer Wind sät“ ihr von den Fans heiß erwartetes achtes Album heraus: Mittelalter-Rock vom Feinsten, der mit furiosem Sound, originellen Kompositionen und intelligenten Texten besticht. Leidenschaftliche Musik, die nicht nur tanzbar und mitreißend ist, sondern sich auch mit universalen Emotionen oder brisanten gesellschaftlichen Themen auseinandersetzt. Produziert wurde das rockige Werk von Thomas Heimann-Trosien; als Gastmusiker sind Michael Popp (Qntal) und Rock-Lady Doro Pesch dabei.
Combichrist
Aus der Elektroszene ist diese Band schon gar nicht mehr weg zu denken – kaum jemand hat eine Musikrichtung derart stark geprägt wie die als kleines Nebenprojekt gegründeten Combichrist. Eine der wohl bemerkenswertesten Eigenschaften ist, dass es Mastermind Andy LaPlegua durch ein ordentliches Fundament aus Elektro, fetten Beats, runden Bassläufen und zielsicheren Hooklines immer wieder gelingt, seinen wütenden und brachial klingenden Hymnen einen deutlichen Ohrwurmcharakter zu verleihen.
Crematory
Crematory gelten wohl unbestritten als eine der erfolgreichsten und erfahrensten Gothic-Metal-Bands aus deutschen Landen. Seit 1991 versorgen Matthias Hechler, Harald Heine, Felix Stass und Markus und Katrin Jüllich die Fangemeinde mit Neuerscheinungen und auch live sind Crematory nicht müde geworden. Vielleicht ist es diese Zuverlässigkeit, gepaart mit dem sich ständig weiterentwickelnden Sound aus Gitarrenbollwerken und subtilen Synthie-Arrangements, die die Faszination um diese Band ausmacht. In diesem Jahr werden Crematory das M’era Luna beehren und die Ungetüme, die im Februar auf der Scheibe „Infinity“ ins Leben gerufen wurden, live auf die Festivalmenge loszulassen.
Rotersand
Im Jahr 2002 gründeten Gunther Gerl und Rascal Nikov das Musikprojekt Rotersand. Zuvor hatten sie bereits gemeinsam an Projekten wie The Fair Sex oder WARM gearbeitet, und alsbald stieß der Produzent und DJ Krischan J. E. Wesenberg dazu. Neben Progressive Trance und Techno zählen auch Pop und Klassik zu den musikalischen Einflüssen von Rotersand. Die zahlreichen Veröffentlichungen des Gelsenkirchener Trios erreichten durchgehend hohe Platzierungen in den deutschen Alternative-Charts – kein Wunder, dass die Nachfrage nach Liveauftritten von Rotersand immer groß ist. Unter anderem tourte das Trio 2006 mit Covenant durch ganz Europa und die USA. Nach nunmehr drei überaus erfolgreichen Alben und zahllosen Livekonzerten haben sich Rotersand aus einer eigenständigen Mélange von Industrial, Techno, Pop und sogar Klassikelementen ihr unverwechselbares künstlerisches Profil geschaffen, in dem sich nach wie vor die unterschiedlichen Persönlichkeiten, der Background und der künstlerische Anspruch der einzelnen Mitglieder widerspiegeln.
Eluveitie
Eluveitie spielen authentische, keltische Folkmusik – kombiniert mit modernem Melodic Death Metal. Das 2007 veröffentlichte Album „Slania” bedeutete für die Band den Durchbruch. Das reine Akustik-Album „Evocation I – the arcane dominion“ erschien im April 2009 und entpuppte sich als ein wahres Juwel der Folkmusik.
Feindflug
Feindflug lassen harten Electro- und Industrialsounds miteinnder verschmelzen, und fertig ist das Genre des Electro-Industrial. Charakteristisch ist hierbei, dass Feindflug auf Gesang verzichten und stattdessen lieber mit Sprachsamples aus Filmen und Reportagen arbeiten.
Die politische Gesinnung der Band ist nicht zuletzt aufgrund der immer wieder aufgegriffenen Thematik des II. Weltkrieges und dem militärischen Äußeren der Musiker sowie ihrer uniformierten Anhänger nicht ganz unumstritten, auch wenn Feindflug mehrere Statements abgaben, dass das Projekt kein faschistoides Gedankengut vertrete, sondern vielmehr die Menschen zum Nachdenken über die Missstände dieser Welt bewegen wolle.
Das Ich
Das Ich – das sind Thomas Ackermann und Bruno Kramm. Wer mit tiefgehenden, deutschsprachigen Texten und elektronisch-sinfonischer Umsetzung etwas anfangen kann, für den sind Das Ich definitiv das Richtige. Eine eindrucksvolle Show aus Neuer Deutscher Todeskunst und Electro/Industrial ist garantiert.
Agonoize
„Massenmörderbrachialpop für die Schlachthausdisco“ – das beschreibt die 2002 gegründete Aggro-Electro-Formation Agonoize ziemlich treffend. Ganz sicher nichts für zartbesaitete Gemüter, aber wer sich für morbide Shows mit literweise Kunstblut und einem sich auf der Bühne mit unzähligen Kanülen die Gliedmaßen piercenden Frontmann begeistern kann, der kommt hier voll auf seine Kosten!
Amduscia
Amduscia kommen aus Mexiko und bezeichnen ihr musikalisches Schaffen selbst als eine Kombination aus Dark Electro, EBM und Future Pop. Ihr 2003 auf die Plattenregale losgelassener Erstling „Melodies for the Devil“ bestand ausschließlich aus harten, brachialen Sounds – mittlerweile sind der Schreigesang und die Trance-Elemente in ihrer Musik zum Markenkennzeichen geworden. Mit ihrem durchgeknallten Inferno-Sound treffen Amduscia genau den Nerv der Zeit, wie ihr aktuelles Album „Madness In Abyss” deutlich beweist.
Faith and the Muse
Die 1994 gegründete amerikanische Gothicband Faith and the Muse, die sich aus der Sängerin und Songschreiberin Monica Richards und dem Musiker William Faith zusammensetzt, kombiniert Kunst, Theater und Musik. Dabei umfassen ihre Songs zahlreiche musikalische Stilrichtungen von Folk-Songs über Gothic Rock, Celtic, Post-Punk bis hin zum Jazz. Ende 2009 meldeten Faith and the Muse sich nach langer Wartezeit endlich mit dem neuen Album „Ankoku Butoh“ zurück. Darauf zeigen sie sich wieder von einer überraschend harten Seite, lassen aber auch ihre gewohnt sphärischen Klänge nicht außen vor.
Zeraphine
Warum sich auf eine Band beschränken? – Sven Friedrich tobt sich musikalisch aus: nach der Auflösung der legendären Dreadful Shadows gründete er zusammen mit seinem Bandkollegen Norman Selbig die Formation Zeraphine, darüber hinaus ist er übrigens noch mit dem Elektroprojekt Solar Fake vertreten. Zeraphine stehen für eine Mischung aus Dark Rock, Alternative Rock und etwas elektronischer Kompositionen. Auch wenn sich ihr Stil über die Jahre verändert hat und etwas härter geworden ist, bleibt ihr eigener Klang bestehen. Zahlreiche Konzerte halfen der Band ihre Performance zu perfektionieren. Defintiv also eine Band, deren Auftritt ihr euch nicht entgehen lassen solltet!
Samsas Traum
Die letzten musikalischen Produkte des Alex Kaschte haben die Szene noch mehr polarisiert als es ohnehin schon der Fall war. Der exzentrische Veganer, der sich “Anti bis zum Tod” auf die Fahnen geschrieben hat, lässt sich mit seiner Musik schwer in stilistische Grenzen einordnen, momentan liegt der Schwerpunkt auf Black Metal. Auffällig ist, dass die Alben oft einen inhaltlichen roten Faden und ein fortlaufendes Konzept haben, jedoch immer unterschiedliche Musikstile wie zum Beispiel Dark Metal, Symphonic Metal und Neue Deutsche Härte.
Lacrimas Profundere
Den Musikstil von Lacrimas Profundere mag man irgendwo zwischen Dark Rock und Gothic Metal einordnen. Fünf Bandmitglieder, die sich nach personellen Wechseln im Jahre 2007 (neu hinzugekommen sind der Sänger und der Bassist), inzwischen wieder gut eingegrooved haben. Ende 2007 waren Lacrimas Profundere als Support von Apocalyptica in ganz Europa unterwegs, und 2008 haben sie dann in der neuen und aktuellen Besetzung mit dem Album „Songs For The Last View“ ihre nunmehr achte Platte veröffentlicht.
Hanzel und Gretyl
„Industrial-Metal straight in the Gesicht!” – das ist die Ansage, der man sich erstmal gewahr werden muss, wenn man ein Konzert von Hanzel Und Gretyl besucht. Kaizer von Loopy und Vas Kallas alias Hanzel Und Gretyl sind schon ein ganz besonderes Gespann. Nicht nur, dass sie kontinuierlich eindeutige deutsch-geschichtliche Symbolik durch den Kakao ziehen, nein, die beiden Amerikaner haben auch offensichtlich Gefallen an der deutschen Sprache gefunden. Auf dem Album „Zwanzig Zwölf“ sind denn prompt so groteske Titel wie Tötenhead oder Bavarian Bierhaus Blood zu finden… und auch live ist das Duo nicht darauf aus, Gefangene zu machen. 2010 werden euch die beiden auch auf dem M’era Luna ordentlich einheizen.
Qntal
Die Moderne ins Mittelalter und das Mittelalter in die Moderne zu tragen – dieser Ansatz zeichnet das Schaffen von Qntal aus, seit Michael Popp und Syrah, beide Absolventen des Mozarteums in Salzburg, die Band 1991 zusammen mit Ernst Horn ins Leben riefen. Qntal ist der Brückenschlag zwischen Historie und Avantgarde. Dabei begnügt sich das Trio nicht damit, Mittelalterliches einfach mit Beats aufzupeppen. Qntal vermitteln Gefühls- und Gedankenwelten, die gleichermaßen für das 12. wie auch für das 21. Jahrhundert Gültigkeit besitzen: Liebe, Trauer, Sehnsucht, Schönheit, Transzendenz.
Punish Yourself
Auf ihrem aktuellen Album „Pink Panther Party“ ziehen Punish Yourself alle Register: hammernde Beats, krachende Gitarrenriffs, Loops und Samples, EBM-Sequenzen und Technoeinflüsse übernehmen die Kontrolle und lassen die Körper der Fans tanzen. Auf der Bühne tummeln sich derweil leuchtende Kreaturen. Und doch ist dies keine bunte Kinderparty – bei Punish Yourself gibt es immer auch eine dunkle Seite: wenn Alice Cooper sich auf einmal an Hardcore-Techno versuchen würde, klänge es wahrscheinlich ungefähr wie Punish Yourself – aber eben nur ungefähr.
Illuminate
Illuminate gehören unwiderruflich zu den festen Größen der Alternative- und Wave-Szene. Seit nicht weniger als 17 Jahren begeistern das Ehepaar Berthold, Jörn Langenfeld und Johannes Knees nun schon die gothischen Massen. Sie schaffen es, Klavier und Elektrobeats sowie klassische Musik mit tanzbaren Melodien zusammenzufügen – und das schätzt die hiesige Fangemeinde, die sich ihnen angeschlossen hat. Mittlerweile 13 Studioalben gehen auf ihre Kappe, zuletzt im Dezember 2009 „Ohne Worte“. Mit dieser Scheibe beweisen Illuminate, dass gute Musik nicht unbedingt einen Sänger benötigt, denn die 10 instrumentalen Stücke harmonieren wunderbar miteinander.
Angelsplit
Das 2004 ins Leben gerufene australische Duo Angelspit tobt sich sowohl in den Genres des Gothic, Punk und Metal aus, lässt aber auch Einflüsse aus Elektro, Industrial und Pop einfließen. Bilder rund um medizinische Experimente, Elemente des Grauens und groteske Gesellschaften gehören mit dazu: schrill, laut, unbequem und abgefahren!
Rabenschrey
Rabenschrey, deren Musikrichtung sie selbst als Metalalter bezeichnen, stechen gerne aus der Menge hervor. Schon die Instrumentierung zeigt, dass sie anders sein wollen: tiefe Basstöne neben Laute und Schlagwerk, dazu ein bisschen Flöte, Chalumeau, Pipes und auch eine Prise Harfenklänge. Das ganze wird abgerundet durch die raue und markante Gesangsstimme von Donar dem Rabenvater. Fasziniert von den Klängen des Mittelalters, hatten Rabenschrey immer ihren eigenen Kopf und eigenen Sound, durch keine Mode ließen sie sich beeinflussen und ihr Erfolg gibt ihnen recht. Trotz der beständigen Entwicklung – vor allem hinsichtlich der Instrumentierung – bleiben die Jungs ihrem Stil treu. Seit der Gründung 2000 hat die nordrhein-westfälische Band schon acht Alben veröffentlicht und man darf gespannt sein, denn in der Walpurgisnacht dem 30. April soll das neunte folgen – das erste Live-Album!
Colony 5
Schweden hat mehr zu bieten als nur IKEA: das beweist die Future-Pop/Synthie-Pop-Band Colony 5, die 1999 gegründet wurde. Während sich die Band zu Beginn an eher ruhigem Synth-Pop orientierte, schlug man dann jedoch eine härtere Gangart ein und ist heute eher im Bereich des Futurepop anzusiedeln. 2006 gewannen Colony 5 mit der Single “Plastic World” schließlich bei den Scandinavian Alternative Music Awards in der Kategorie „Best Song“.
The Other
Für den nötigen Schuss Horror-Punk sorgen die 2002 gegründeten The Other, ihres Zeichen die bekannteste und kommerziell erfolgreichste Band dieses Genres in Europa. Mit düsterem eingängigen Punkrock, comicstrip-artigem Styling und dem charismatischen Gesang ihres Frontmanns Rod Usher führen sie die Tradition der Misfits fort. Die Inspiration für ihre Musik und Lyrics ziehen The Other aus den dunklen Geschichten namhafter Autoren wie Edgar Allen Poe, Stephen King oder H. P. Lovecraft. Ihr letztes Album “The Place To Bleed”, das hervorragende Kritiken erhalten hat, veröffentlichten die vier deutschen Zombierocker im Mai 2008. Seitdem klingt ihre Musik noch facettenreicher und enthält neben komplexeren Songstrukturen jenseits der misfitstypischen “Wooaawooaa”-Chöre vereinzelt Psychobilly-Elemente.
Leandra
„Das Klavier ist für mich eine Flucht vor der Welt da draußen und eine Kommunikationsart, die anfängt, wo andere aufhören”, sagt Leandra über sich, und dies hört man ihren Songs an. Ihre Musik stellt eine Mischung aus einfühlsamen Klavier-Melodien mit Einflüssen aus einem weitem Spektrum von klassischen Stilen dar, kombiniert mit einem zartem Gesang, der definitiv unter die Haut geht. Leandra verarbeitet auf eine perfekte und eindrucksvolle Weise ihre Gefühle und Probleme in ihren Songs und setzt diesen schönen und berührenden Melodien denn mit brillanten Texten das i-Tüpfelchen auf. So erschütternd die Texte auch sein mögen – sie schafft es trotzdem immer wieder, den Hörer mit sinnlichen Klängen ihres Klaviers und mit atemberaubender Stimme zu verzaubern. Solch eine Hingabe zur Musik und das Verlangen, das Publikum an ihren Gefühlen teilnehmen zu lassen, machen Leandra einzigartig.
… und auf noch so einige weitere Acts darf man gespannt sein – insgesamt werden auf den beiden Bühnen über 40 Künstler erwartet. Selbstverständlich halten wir von BlackLive euch auf dem Laufenden, sobald weitere Bestätigungen bekannt gegeben werden!
Tickets
… erhaltet ihr an den bekannten VVK-Stellen, per Telefon unter der Nummer 0 180 5-853 653 (14 ct/min – Mobilfunkpreise können abweichen) sowie online unter: http://www.fkpscorpio.com/tickets_bestellung.asp?nummer=196403
Die Karten für das komplette Wochenende samt Camping sind zum Preis von 79 € erhältlich (wieder inklusive der 5 € Müllpfand, dank der das Festivalgelände übrigens wunderbar ordentlich bleibt) – also los!






Pingback: Extreme Ways | Eden existiert.
25. März 2010 um 12:07 Uhr
Da ist dieses Jahr für mich als Freund mittelalterlich angehauchter Musik ja wirklich einiges dabei, vielleicht sollte ich mal wieder auf ein Festival fahren. Allein In Extremo und Saltatio Mortis wären die Reise nach Hildesheim alle mal wert, und auch ansonsten kann sich das Programm wirklich sehen lassen. Ich hoffe, dass ich ein oder zwei Tage vorher oder nachher Urlaub bekomme, sonst wird das Ganze dann doch zu stressig. Am Montag nach einem Festival arbeiten ist immer so anstrengend.
7. April 2010 um 18:19 Uhr
Ich bin 2006 nach der letzten Band die 350 Kilometer nach Hause gefahren, war um 4 Uhr morgens dort und mußte um 6 arbeiten…aber das wars wert. Wie es dieses Jahr aussieht weiß ich noch nicht, aber da sein werd ich auf jeden Fall.