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	<title>BlackLive &#124; Online-GothicMagazin &#187; Haus Fühlingen</title>
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	<description>BlackLive bietet euch Konzertberichte &#38; -fotografie, Szenenews, Tourdaten, Rezensionen, Artikel über sinistre Locations, Kunst &#38; Kultur und vieles mehr.</description>
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		<title>Haus Fühlingen &#8211; Köln</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Dec 2008 17:21:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>neontrauma</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Norden von Köln, im Stadtteil Fühlingen, lockt ein verfallenes Anwesen immer wieder Menschen auf der Suche nach Spuren vergangener Zeiten, nach übernatürlichen Erscheinungen oder auch einfach nur nach einem stillen und melancholischen Ort an: Haus Fühlingen. Verflucht sein soll dieses ehemalige Gestüt, sagen einige. Die Geister mehrerer Verstorbener sollen dort ruhelos umherstreifen &#8211; das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Norden von Köln, im Stadtteil Fühlingen, lockt ein verfallenes Anwesen immer wieder Menschen auf der Suche nach Spuren vergangener Zeiten, nach übernatürlichen Erscheinungen oder auch einfach nur nach einem stillen und melancholischen Ort an: <strong>Haus Fühlingen</strong>.</p>
<p>Verflucht sein soll dieses ehemalige Gestüt, sagen einige. Die Geister mehrerer Verstorbener sollen dort ruhelos umherstreifen &#8211; das mag nun glauben, wer will. Aber auch für eher weniger paranomal angehauchte Besucher lohnt <strong>Haus Fühlingen</strong> allemal einen Ausflug.</p>
<p>In einem Waldstück unweit des Fühlinger Sees gelegen, ragt das Gemäuer in den Himmel auf und strahlt einen morbiden Charme aus. Während die der Neusser Landstraße zugewandte Fassade mit ihrer großzügig angelegten Freitreppe sehr eindrucksvoll und erhaben wirkt, sieht die Rückseite allerdings leider eher ernüchternd aus. Unkraut wuchert mannshoch und bedeckt zumindest im Sommer gnädig den herumliegenden Müll (hier befindet sich übrigens, fernab aller Friedhöfe, ein etwas dubioser Grabstein mit der Aufschrift &#8220;Heinrich Götz &#8211; Lehrer &#8211; 16.6.1900 &#8211; 7.10.1953&#8243; &#8211; obwohl dieser Herr allem Anschein nach niemals hier gewohnt hat).<br />
In den Innenräumen finden sich fast überall Haufen von Bauschutt und Gerümpel, an den Wänden prangt Graffiti. Obdachlose und Abhängige suchen hier immer wieder Unterkunft &#8211; es ist kein wohliger Ort.</p>
<p>Auf dem Gelände der heutigen Fühlinger Heide tobte vor über 700 Jahren, im Juni 1288, die wohl bedeutendste und grausamste Schlachten des Rheinlandes: die Schlacht von Worringen, in der um die zweitausend Menschen den Tod fanden.<br />
Im <a title="wikipedia.de" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Worringen">Wikipedia-Artikel über die Schlacht von Worringen</a> kann man folgende Beschreibung nachlesen:</p>
<p><em>Die meisten Toten auf dem Schlachtfeld waren durch die Hufe der Pferde bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Darüber hinaus war auch die Leichenfledderei des Fußvolks dafür verantwortlich, dass man die Toten nicht mehr an ihren Wappenröcken identifizieren konnte. Die Leichen wurden in mehreren Massengräbern bestattet.</em></p>
<p>Auf diesem blutgetränkten Boden errichtete der Kölner Bankier Eduard Freiherr von Oppenheim um 1888 schließlich <strong>Haus Fühlingen</strong>: das Herrenhaus, Stallungen sowie eine Reithalle, darüber hinaus eine Pferderennbahn. Bald stellte sich allerdings heraus, dass der Heideboden in der Gegend nicht zur Pferdezucht taugte. So wurde das Anwesen keine zwanzig Jahre später, 1907, verkauft. 1910 begann man auf dem Areal der Pferderennbahn mit dem Kiesabbau, sodass die Rennbahn verschwand und an ihrer Stelle später der Fühlinger See durch die Kiesgrube entstand. In den folgenden Jahrzehnten wechselte das Anwesen mehrfach den Besitzer und meist endeten die Vorhaben um das Anwesen in einem finanziellen Desaster.</p>
<p>Während der NS-Zeit dient es Zwangsarbeitern als Schlafstätte. Einer der Zwangsarbeiter ging ein Verhältnis mit der Tochter des damaligen Gutsbesitzers ein und wurde, als der Gutsbesitzer davon erfuhr, aufgrunddessen brutal erschlagen.<br />
Nach dem Krieg bewohnte ein ehemaliger Nazi-Richter <strong>Haus Fühlingen</strong>. Er nahm sich dort in der Sylvesternacht 1962 angesichts der Entnazifizierung im zweiten Stock das Leben. Seine Frau bewohnte bis zu ihrem Tode im Jahr 2000 einen kleinen Teil des Hauses.</p>
<p>1963 wurde <strong>Haus Fühlingen</strong> schließlich von der Stadt Köln aufgekauft. 1967 riss man die Reithalle sowie die Seitenflügel des Hauses ab. Seit 2000 steht das Anwesen leer und dient nur Obdachlosen als Zuflucht.<br />
Mehrere Menschen nahmen sich seitdem dort das Leben, der letzte an Ostern 2007.<br />
Auch im Fühlinger See sind bereits einige Personen ertrunken.</p>
<p>Die Restaurierung des Anwesens soll voraussichtlich in der ersten Hälfte des Jahres 2009 fertiggestellt sein und das melancholisch-verfallene Gemäuer in eine Anlage mit 32 Mietswohnungen verwandeln.</p>
<p>Quellen: <a title="lipinski.de" href="http://www.lipinski.de/fuehlingen/index.php">lipinski.de</a>, <a title="para-forum.de" href="http://www.para-forum.de/haus-fuehlingen-t158.html">para-forum.de</a>, <a title="spukvilla.de" href="http://www.spukvilla.de/Forum/wbb/spukh%C3%A4user/spukh%C3%A4user-in-deutschland/166-haus-f%C3%BChlingen/">spukvilla.de</a></p>
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