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	<title>BlackLive &#124; Online-GothicMagazin &#187; Comic</title>
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	<description>BlackLive bietet euch Konzertberichte &#38; -fotografie, Szenenews, Tourdaten, Rezensionen, Artikel über sinistre Locations, Kunst &#38; Kultur und vieles mehr.</description>
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		<title>[Rezension] Offene Arme &#8211; Melanie Gerland</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 10:28:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>neontrauma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Comic]]></category>
		<category><![CDATA[Melanie Gerland]]></category>
		<category><![CDATA[selbstverletzendes Verhalten]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass in einem Comic ernste Themen behandelt werden, ist eher selten der Fall. Melanie Gerland, die Visuelle Kommunikation mit dem Schwerpunkt Illustration und Comic studiert, hat diesen Weg der Graphic Novel gewählt, um ihre Erfahrungen mit selbstverletzendem Verhalten zu schildern. Unter dem Titel Offene Arme ist der autobiographische, 128seitige Bildband im Juni 2010 erschienen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass in einem Comic ernste Themen behandelt werden, ist eher selten der Fall. Melanie Gerland, die Visuelle Kommunikation mit dem Schwerpunkt Illustration und Comic studiert, hat diesen Weg der <em>Graphic Novel</em> gewählt, um ihre Erfahrungen mit selbstverletzendem Verhalten zu schildern. Unter dem Titel <em><strong>Offene Arme</strong></em> ist der autobiographische, 128seitige Bildband im Juni 2010 erschienen und zum Preis von 19,95 € erhältlich.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-3677" title="Offene Arme - Melanie Gerland" src="http://blacklive.de/wp-content/uploads/2010/08/offene-arme-218x300.jpg" alt="Offene Arme - Melanie Gerland" width="218" height="300" /></p>
<p>Was die Bildsprache und die Qualität der Zeichnungen angeht &#8211; Hut ab. Ebenso vor dem Mut der Autorin, so offen mit ihrem Erleben von Mobbing und Autoaggression umzugehen.</p>
<p>Der Hardcover-Einband und das schwere, glänzende Papier der Seiten lassen <em><strong>Offene Arme</strong></em> bereits vom Optischen und Haptischen her aus der Masse der meisten Comics hervortreten. Die Bilder sind in schwarz-weiß gehalten, wobei die eigentlichen Comiczeichnungen aufgelockert werden durch einige handschriftliche Briefe zwischen der 15jährigen Protagonistin Melanie und ihrer Freundin Nicole.</p>
<p>Leider wirkt die Darstellung Melanies recht naiv: in der Schule ausgegrenzt und daheim vom Vater ignoriert, verliebt sie sich, wie auch Nicole, in einen älteren Musiker. Als dieser ihre Gefühle nicht erwidert, beginnt Melanie sich ebenso wie Nicole zu ritzen und wird schließlich von ihrer Mutter an einem Suizidversuch gehindert. Am Ende des Bandes befinden sich beide Mädchen in Therapie &#8211; und tauschen sich darüber aus, wo sie die preiswertesten Rasierklingen kaufen können.</p>
<p>Dass der Klappentext selbstverletzendes Verhalten in einem Atemzug mit der Borderline-Störung nennt &#8211; und das auch noch in einer Formulierung wie &#8220;Borderline-&#8217;Karriere&#8217;&#8221; &#8211; verdient ein kräftiges Kopfschütteln. Gerade, da <em><strong>Offene Arme</strong></em> im Verlag Balance buch + medien (einem Imprint des Psychiatrie-Verlags) erschienen ist, wo ich seitens der Herausgeber doch eigentlich das nötige Fachwissen vermute, hätte das wirklich nicht sein müssen. Selbstverletzendes Verhalten <em>kann</em> ein Symptom einer Borderline-Störung sein, ja. Aber nicht jeder, der sich ritzt, ist deshalb automatisch Borderliner, und dass hier eine schwerwiegende Persönlichkeitsstörung einmal mehr mit pubertärem Liebeskummer gleichgesetzt wird, ist herb. Somit unterstützt <em><strong>Offene Arme</strong></em> leider nur ohnehin schon weit verbreitete Vorurteile und Klischees &#8211; schade.</p>
<p>Gut, die Story ist autobiographisch und ein Fortsetzungsband in Vorbereitung. Aber was nimmt der Leser hier mit? Jemand, der sich mit der Thematik nicht auskennt, wird nurmehr in gängigen Vorurteilen bestätigt. Und Betroffene werden mit einem Ende stehen gelassen, dass doch davor abschreckt, sich in einer Therapie professionelle Hilfe zu suchen: zum Einen entsteht dadurch, dass die beiden Mädchen weiterhin ritzen, der Eindruck, dass eine Therapie ohnehin nichts bringt. Und was bitteschön soll außerdem Nicoles Kommentar, dass sie ja von dem verschriebenen Haldol so krasse Nebenwirkungen bekäme? Das unterstreicht das Klischee, dass Patienten in einer Therapie ohnehin nur zwangsmedikamentiert und &#8220;ruhiggestellt&#8221; werden, und entspricht absolut nicht der Wirklichkeit. Ein derart starkes Medikament wie Haldol wird unter anderem bei Schizophrenie und Psychosen eingesetzt und keineswegs zur Behandlung von selbstverletzendem Verhalten, wo vielmehr Gesprächstherapie im Vordergrund steht.<br />
Da hilft auch die letzte Doppelseite nicht viel, die die Adressen einiger Hilfsangebote aufzählt.</p>
<p>Fazit: beeindruckend gezeichnet, inhaltlich aber etwas fragwürdig.</p>
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		<title>[Review] Watchmen</title>
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		<pubDate>Sun, 03 May 2009 14:58:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Han</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Comic]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Watchmen]]></category>

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		<description><![CDATA[Sooooo, nun hat BlackLive.de Unterstützung bekommen&#8230; und zwar in Form von mir. Und als meinen ersten Geniestreich&#8230; oder auch Machwerk (das entscheidet ihr) habe ich ein Review eines wie ich finde ziemlich gut umgesetzten Filmes gewählt, der im März diesen Jahres in die Kinos kam. Die Rede ist von „Watchmen – die Wächter“. Wer oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Sooooo, nun hat BlackLive.de Unterstützung bekommen&#8230; und zwar in Form von mir.</p>
<p>Und als meinen ersten Geniestreich&#8230; oder auch Machwerk (das entscheidet ihr) habe ich ein Review eines wie ich finde ziemlich gut umgesetzten Filmes gewählt, der im März diesen Jahres in die Kinos kam.<br />
Die Rede ist von „Watchmen – die Wächter“.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1832" src="http://blacklive.de/wp-content/uploads/2009/05/249165_80.jpg" alt="249165_80" width="252" height="388" /></p>
<p>Wer oder was sind die „Watchmen“?</p>
<p>Nun stellt euch vor, wir würden in einer Welt leben in der es tatsächlich maskierte Helden und Schurken geben würde. Nur hätten diese keine Superkräfte sondern wären ganz normale Menschen.<br />
Die Helden haben jedoch eine recht eigene Vorgehensweise und auch unterschiedliche Motive und Hintergründe, aber im Prinzip handelt es sich um staatlich geduldete Selbstjustiz.</p>
<p>Genau in so einem Universum spielt „Watchmen“.</p>
<p>Wir befinden uns in einer fiktiven Version der Achtziger Jahre, genauer gesagt in New York im Jahre 1985. Der kalte Krieg droht zu eskalieren und die Welt steht kurz vor einem Atomkrieg.<br />
Superhelden sind seit dem Keene-Act aus dem Jahre 1977 verboten. Viele der ersten Helden, die in den 1930er Jahren nach Erscheinen des ersten Superman-Heftes auftauchten, sind tot oder im Ruhestand und auch von den Helden der zweiten Generation sind offiziell nur noch zwei übrig (Dr. Manhattan und The Comedian), beide in Diensten der US-Regierung. Nur ein Held weigerte sich seine Identität preiszugeben und verschwand in den Untergrund, wo er gesucht von der Polizei weiter gegen Verbrecher kämpft.</p>
<p>Als der Comedian ermordet wird, tritt Rorschach auf den Plan und beginnt zu ermitteln, wobei er sehr bald eine Verschwörung wittert und versucht seine alten Kollegen vor einem „Maskenkiller“ zu warnen, der scheinbar versucht, die Helden der zweiten Generation einen nach dem anderen zu töten. Ein Verdacht, der sich nach einem weiteren Anschlag auf einen weiteren Helden erhärtet.</p>
<p>Dr. Manhattan, der einzige wirkliche Held mit Superkräften und einzige Hoffnung der USA im Falle eines Atomschlages der Sowjets, flüchtet nach einem Skandal in den Weltraum. Somit steht die Welt noch weiter am Abgrund als vorher schon.<br />
Als Rorschach während seiner Ermittlungen auch noch verhaftet wird, treten Nite Owl II ( Rorschachs ehemaliger Partner) und Silk Spectre (Manhattans Geliebte) auf den Plan und befreien ihn während einer Gefängnisrevolte. Rorschach und Nite Owl II ermitteln weiter und kommen der tatsächlichen Verschwörung auf die Spur.</p>
<p>Das ist die Kurzfassung der Story und glaubt mir, es ist dabei unheimlich schwer nicht zu spoilern oder gar Details zu verraten. Da die Figuren keine Lebensläufe besitzen kann Alan Moore ihnen Lebensläufe verpassen die auch in der echten Welt funktionieren würden, was die Geschichte noch intensiver macht.</p>
<p>Allen voran fällt natürlich Rorschach auf, einer der zentralen Figuren der Story. Ein Charakter, der die Bezeichnung „Antiheld“ durchaus verdient hat. Hochintelligent, äußerst brutal und zerfressen von seinem Kampf gegen das Verbrechen. So wurde aus einem überzeugten Verbrechensbekämpfer eine der extremsten Persönlichkeiten der ganzen Geschichte.<br />
Auf der anderen Seite befindet sich Dr. Manhattan, der seine Kräfte durch einen Unfall erhielt und nun unsterblich ist.<br />
Für Manhattan spielt Zeit keine Rolle. Die Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft von ihm und ihm nahestehenden Personen – alles ist ihm gegenwärtig. Insofern hält er die Zukunft für unabänderlich. Er widmet sich der Forschung im Regierungsauftrag. Denn an der Verbrechensverfolgung hat er immer mehr das Interesse verloren, sie ist ihm zu unbedeutend – auch, weil es wenig sinnvoll ist, Verbrecher zu jagen, wenn doch ohnehin nur passiert, was sowieso passieren wird . Das bietet genug Zündstoff, da er mittlerweile so sehr mit den Menschen abgeschlossen hat, dass ihm auch die drohende Vernichtung der Menschen durch einen Atomschlag egal ist. Vielmehr stellt er sich die Frage nach demWwarum und auch Zwischenmenschliches ist ihm mittlerweile fremd geworden&#8230; was zu Problem mit seiner Geliebten Silk Spectre führt.</p>
<p>Also, wie man sieht, bietet sich genug Material um den Comic zu verschlingen und noch länger darüber nachzudenken. Wie also kann man so einen Epos als Film umsetzen?</p>
<p>Regisseur Zack Snyder (300) versuchte sich an der Verfilmung einer der wohl besten Graphic Novels die bislang veröffentlicht wurden. Die Graphic Novel wurde im Jahre 1986 erstmals veröffentlicht und heimste sehr viel Lob und auch Preise ein. Zudem findet man Watchmen als einzigen Comic in der „Liste der 100 besten Romane seit 1923“ der Times.<br />
Das alleine verspricht schon einiges und ich muss sagen ich war recht skeptisch als ich ins Kino gegangen bin. Entweder wird dieser Film richtig gut, oder wie ich befürchtet habe ein Reinfall, der dem Comic nicht gerecht wird&#8230;<br />
Doch wie glücklich war ich am Ende des Filmes&#8230; Zack Snyder hat sehr gute Arbeit geleistet und nicht etwa das ganze Material des Comics in knapp zweieinhalb Stunden gequetscht&#8230;. vielmehr war es eine sehr nah am Original liegende Interpretation. Man schaut nicht Alan Moores Watchmen&#8230; eher Watchmen aus der Sicht Zack Snyders.<br />
Visuell war der Film sehr beeindruckend und ich muss sagen ich habe nur wenige Filme gesehen, in denen die Musik so gut gewählt wurde wie hier. Teilweise wurden die Szenen durch die Musik zu einer Art Parodie des Comics, was aber sehr gut passte. Und mal ehrlich&#8230; bei welchem OST hat man Bob Dylan, Jimi Hendrix, Leonhard Cohen, Simon and Garfunkel und K.C. and the Sunshine Band auf einer CD?<br />
Nicht zu vergessen, dass ich dank des Werbetrailers auch endlich mal einen der wie ich finde wenigen guten Songs der Smashing Pumpkins gehört habe.<br />
Mutig ist auch der Fakt zu nennen, dass der ganze Film durchweg mit relativ unbekannten Schauspielern besetzt wurde, die aber durchweg einen wirklich guten Job machen und auch die deutsche Synchronisation ist durchweg gelungen, allem voran die Stimme von Rorschach.</p>
<p>Obwohl das Ende des Films, das im Gegensatz zum Comic etwas verändert wurde, eigentlich nicht viel Sinn ergibt, aber zum Glück aufs selbe Ergebnis hinausläuft, sind die Schlüsselszenen im Film vorhanden, wenn auch etwas verändert. So fehlt in der Sequenz, in der Nite Owl II und Silk Spectre die Leute aus einem brennenden Gebäude retten, eine der witzigsten Stellen im Comic. Dort werden die Leute nämlich in Nite Owls Luftschiff mit Kaffee versorgt&#8230; einer der wirklich besten Stellen, wie ich finde.</p>
<p>Wer den Comic gelesen hat , wird den Film garantiert schon gesehen haben, wer den Comic nicht kennt sollte sich noch ein paar Infos anlesen und dann ins Kino gehen&#8230; für diesen Film habe ich gern knapp 10 Euro für die sehr guten Plätze ausgegeben. Wenn ihr also die Möglichkeit habt&#8230; schaut euch den Film im Kino an&#8230; oder wartet auf die DVD.</p>
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