Mary Shelley

verfasst am 26. November 2008
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| Rubrik: Rezensionen

Die Figur des Frankenstein dürfte jedem bekannt sein – aber was für eine Persönlichkeit war es, die sich diese Geschichte von der Schaffung eines künstlichen Menschen ausdachte?

Mary Shelley, mit vollem Namen Mary Wollstonecraft Shelley, wurde am 30. August 1797 in London geboren. Ihr Vater, William Godwin, war ein Dichter und Philosoph, ihre Mutter Mary Wollstonecraft eine bekannte Feministin. Dass Marys Leben von düsteren Ereignissen überschattet wurde, begann schon mit dem Tod ihrer Mutter elf Tage nach Marys Geburt.

Im zarten Alter von zehn Jahren legte Mary den Grundstein für ihre spätere schriftstellrische Karriere und schrieb ihr erstes Buch, eine eigene Version der Geschichte Mounseer Nongtongpaw.

Als Mary 16 Jahre alt war, verliebte sie sich in den wohlhabenden, adligen Dichter Percy Bysshe Shelley und brannte auf einer Reise an den Rhein zusammen mit ihm durch. Drei Jahre später heirateten die beiden schließlich. Wieder streckte der Tod seine Knochenhände nach Marys Familie aus und sorgte dafür, dass Mary und Percy trotz fünf Schwangerschaften schließlich nur ein einziges Kind großziehen konnten. Die anderen starben allesamt sehr jung.
In der Zwischenzeit hatte sich auch eine von Marys Halbschwester mit 22 Jahren das Leben genommen.

Den Sommer des Jahres 1816 verbrachten Mary, ihr Mann sowie ihre Halbschwester Claire in der Schweiz, wo sie Lord Byron in seiner Villa Diodati besuchten. Auch Lord Byrons Leibarzt John Polidori war anwesend. Hier trugen sich nun mehrere bedeutsame Gewitternächte zu, während derer man sich gegenseitig mit Schauergeschichten unterhielt und dem Laudanum frönte.

Alsbald kam die Gruppe auf die Idee, sich nicht nur Gruselgeschichten vorzulesen, sondern auch selbst welche zu verfassen. So entstand Marys Idee für Frankenstein, inspiriert von einem Albtraum – zwei Jahre nach dem Besuch in Villa Diodati war das Manuskript schließlich fertiggestellt und wurde veröffentlicht. Wie es der Geist der Zeit wollte, fand der Name der Autorin jedoch keine Erwähnung. Während Frankenstein schon 1823 als Theaterstück aufgeführt wurde, wurde Mary Shelleys Name erst 1931 bekannt.
Ein Jahr nach Frankenstein erschien übrigens Johns Geschichte, “The Vampyre”. Sie sollte später als Vorlage für Bram Stokers “Dracula” dienen.

Nur wenige Jahre später traf Mary ein erneuter Schicksalsschlag, von dem sie sich nie wieder erholte: ihr Mann Percy ertrank 1922 beim Segeln im Urlaub. Zu diesem Zeitpunkt war Mary gerade dreißig Jahre alt und hatte einen kleinen Sohn, Percy. Wie sollte sie ihn und sich selber durchbringen? In ihrer Not wandte soe sich an ihren Schwiegervater, Sir Timothy Shelley, aber dieser war ihr keine große Hilfe. Im Gegenteil: er untersagte es ihr, eine Biographie über ihren verstorbenen Mann – seinen Sohn – zu schreiben und verbot es ihr ebenso, weiter unter dem Namen Shelley zu publizieren. So erschienen ihre künftigen Bücher nur noch mit dem Hinweis “Bücher des Autoren von Frankenstein”.

“The Last Man” handelt vom Untergang der Menschheit im 21. Jahrhundert.

Im Alter von 53 Jahren verstarb Mary schließlich am 1. Februar 1851 in London.

Quellen: TU Harburg, Bücher4um, Wikipedia

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