Unheilig @ KuFa Krefeld, 27.3.2008

verfasst am 8. April 2008
von
| Rubrik: Konzertberichte

Wer sich am Abend des 27.März 2008 auf den Weg nach Krefeld gemacht hatte, um Unheilig und – als Vorbands – F.A.Q und Down Below zu erleben, der musste sich zunächst einmal an der langen Schlange vor dem Eingang in Geduld üben. Aus allen Winkeln schienen die Fans zur Kulturfabrik zu strömen – als etwas überraschend empfand ich hierbei die große Altersspanne. Von 14-,15-jährigen Goths mit Gequietsche und Handygeknipse über die etwas betagteren, würdevoll aus der schwarzen Wäsche guckenden Grufties bis hin zu begeisterten “Best Agern”, die mit der dunklen Szene nicht viel zu tun haben schienen, waren die unterschiedlichsten Menschen zusammengekommen, um den Grafen und seine Mannen zu erleben.

Bereits als wir die Halle betraten drängten sich die Fans dicht an dicht und machten es quasi unmöglich, noch einen halbwegs guten Platz zu ergattern. Von der Bühne aus hatte man allerdings einen einige Meter langen Laufsteg angelegt, den die Künstler gerne in ihre Show miteinbezogen und es so auch den weiter hinten stehenden Fans ermöglichten, etwas zu sehen.

Die Schweizer F.A.Q. lieferten eine solide, elektrolastige Show, die beim Publikum sehr gut ankam.

Down Below, die ich bereits Ende Dezember letzten Jahres auf dem Darkstorm-Festival in Chemnitz hatte erleben dürfen, hatten in der Zwischenzeit einen hervorragenden 3. Platz beim Bundesvision Song Contest 2008 belegen können.
Dafür dankte Sänger Neo Scope dem anwesenden Publikum ausgiebig und belohnte es mit einem energiegeladenen, rockigen Auftritt. “Sand in deiner Hand”, mit dem Down Below für ihr Bundesland Sachsen-Anhalt beim Bundesvision Song Contest angetreten waren, durfte natürlich nicht in der Setlist fehlen. Die Songs heizten den Fans ordentlich ein – aber auch die ruhigeren Emotionen kamen nicht zu kurz. Insgesamt bot man zwei Balladen dar – wie Neo mit einem Grinsen anmerkte: “Los Jungs, Zeit zum Fummeln!”
Unzählige Feuerzeuge wurden dabei über den Köpfen geschwenkt, was man sogleich nutze, um von der Bühne aus einige Aufnahmen für die Band-Webseite zu knipsen.

In der Umbaupase machten bereits die Arbeiten auf der Bühne neugierig auf das, was da wohl kommen mochte: zwei immense Kerzenleuchter mit großen, weißen Kerzen wurden aufgebaut und angezündet. Zusammen mit dem warm flackernden Kerzenschein tauchte die Nebelmaschine die Szenerie in eine fast schon mystische Atmosphäre. Keine Frage: ein gebührender Rahmen für den Augenblick, da Unheilig die Bühne betraten. Ein weißes Hemd mit schwarzer Krawatte, dazu schwarz lackierte Fingernägel und helle Kontaktlinsen – einmal mehr bewies der Graf eleganten Stil in Sachen Outfit.

Mit dem Stück “Puppenspieler”, das dem aktuellen Album bei der Namensfindung Pate gestanden hat, eröffneten Unheilig ihren Auftritt. Weiter ging es mit Songs wie “Ich will alles” oder “Spiegelbild”. Auch der Hit “Freiheit” durfte natürlich nicht fehlen:

Wenn ich spüre, dass ich sterbe
dann will ich leise sein
Wenn ich fühle, dass ich lebe
dann will ich lauter schreien

Aus unzähligen Kehlen begleiteten die Fans jeden einzelnen Song und sorgten für eine intensive Atmosphäre. Wunderkerzen und blau glimmende Knicklichter wurden über den Köpfen geschwenkt, passend zu dem Stück “Sei mein Licht” etwa.

Schließlich neigt sich leider auch das schönste Konzert einmal seinem Ende zu – bei den Fans wird es aber sicher unvergessen bleiben.

mehr über... , , ,

Dir hat der Beitrag gefallen? Dann freuen wir uns, wenn du ihn teilst! :-)

Noch gibt es keine Kommentare.

Was denkst du darüber?





abonniere diesen Artikel, ohne einen Kommentar zu schreiben