Rollfeld in Flammen – Das Festival auf dem alten Militärflugplatz in Großenhain

verfasst am 14. September 2009
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| Rubrik: Konzertberichte

Arbeitsbedingt reisten wir Freitag, den 11.9.2009 gegen 16:30 an. Das Festivalgelände war nur dürftig ausgeschildert von beiden Richtungen aus, doch wir fanden ein paar Plakate mit Leuchtroten Pfeilen denen wir folgen konnten. Wir fuhren auf das Gelände eines alten Militärflugplatzes und waren sehr überrascht, einen fast leeren Zeltplatz zu sehen. Wir bauten unser Zelt auf und liefen zum Festivalgelände.

Nur wenige Verkaufs- und Verpflegungsstände waren aufgebaut und die Stimmung bei den Händlern war eher gedrückt.

Um 17:40 Uhr, also ca. 40 Minuten verspätet began die erste Band zu spielen. reAdjust war ihr Name und sie zeigten den wenigen Gästen, dass es auch richtig gute Newcomer in der Gothic-Szene gibt. Im Anschluss spielten f.o.d., die auch zu begeistern wussten. Ganz besonders verblüfften Sie die Gäste durch ihre Interpretation von Modern Talkings „You’re my heart – You’re my soul“. Gleich im Anschluss lief ich zur zweiten Bühne um mir Channel East anzusehen. Die etwas aus dem Rahmen fallende Goth-Pop Band fesselte mich leider nur wenig und ich beschloss mir die wenigen Verkaufsstände anzusehen. Danach ging es weiter mit Cephalgy auf Bühne 1. Die Band zeigte uns ihre gewohnt gute Show mit einer tollen Auswahl an Songs und die etwas gewachsene Menschenmenge feierte mit der Band.

f.o.d.

Die zweite Bühne wurde gegen 20 Uhr vom örtlichen Ordnungsamt geschlossen, so dass wir head-less und Kontrast leider nur Backstage gesehen und keinen Song gehört haben.

ELA war eine angenehme Überraschung. Eine starke Frau mit starker Stimme und die Songs gingen gut ins Ohr. Ebenso waren wir von The Promise begeistert und hörten uns ein paar der Songs an. Backstage unterhielten wir uns mit Down Below und den Jungs von Zeraphine, die durch die allgemeine Zeitverschiebung etwas unter Zeitdruck geraten waren. Zeraphine Sänger Sven Friedrich war nur kurz nach Großenhain geflogen für den Auftritt, denn sein Soloprojekt Solar Fake ist gerade auf Tour mit VNV Nation und er musste gleich nach dem Auftritt wieder zum Flughafen um nach Turin weiterzureisen. Down Below sangen Sand in meiner Hand für unsere Redakteurin Rita, die an diesem Tag 23 Jahre alt wurde und grüßten sie von der Bühne aus ganz lieb.

Down Below

Ziemlich erledigt fielen wir noch vor Ende des Zeraphine Auftrittes in unsere Zelte und schliefen bis zum frühen Morgen.

Früh aufgestanden bemerkten wir, dass es über Nacht ein paar Zelte weniger geworden waren. Noch etwas verwirrt deswegen ging es dann ersteinmal nach Meißen zum Frühstücken. Danach feierten wir auf dem Zeltplatz mit unseren Nachbarn noch ein wenig und warteten bis um 13 Uhr die erste Band Soon auftrat. Dementi, die um 12 Uhr hätten den zweiten Tag eröffnen sollen, waren leider nicht angereist, so dass sich der Start des Tages eine Stunde herauszögerte. Soon fand ich persönlich sehr gut. Melodisch und Rockig… genau das was man am frühen Mittag hören möchte. Auch Mystigma ging in diese Richtung und begeisterten mich ebenso. Leider waren noch kaum Gäste anwesend und die Band musste vor den paar Fotografen und selbst mitgebrachten Gästen spielen.

Auf der ersten Bühne begann der Tag nun auch endlich mit Dolor – einer Neue deutsche Härte Band der etwas anderen Klasse, deren Sänger eine sehr tolle, fesselnde Stimme hat.

Dann begann Janosch Moldau auf der zweiten Bühne. Ein Ausnahmekünstler, der nicht nur durch seine ruhige melancholische Musik, sondern auch durch seine Kleidung, Makeup und Verletzlichkeit die kleine Menge begeisterte. Noch bevor Janosch seinen Auftritt beendete, ging ich zur Hauptbühne um die Metallspürhunde zu sehen. Hier waren deutlich mehr Gäste als bei den anderen Bands des Tages. Die Show war wie erwartet gut und die Menge feierte mit der Band. Zwischendurch zog es mich zur zweiten Bühne zurück, auf der nun Deadtronic spielten. Hier begeisterten mich eher die Outfits der beiden im Hintergrund stehenden Jungs als der Gesang des Frontmannes. Dennoch waren einige Leute hier und tanzten zu dem harten Elektrosound.

Soon

Wieder zurück bei der ersten Bühne standen bereits The murderous Mistake auf der Bühne und machten Soundcheck. Die Band, deren Aufstellung aufgrund der Schwangerschaft der Bassistin etwas verändert war, rockte das Publikum und man sah, dass die Band viel Spaß an der Musik hatte. Wenn auch die enttäuschung über das nur kleine Publikum ihnen genau wie allen anderen Bands anzusehen war. Ich gönnte mir nun eine Pause und ließ ein paar Bands aus, um mich mit den inzwischen angereisten Jungs von Rozencrantz und ein paar anderen Bands zu unterhalten. Die Stimmung war eher gedrückt, doch langsam reisten ein paar neue Gäste an. Zu Mina Harker und Battle Scream waren bereits fast dreimal so viele Gäste anwesend wie am Morgen. Als Staubkind um 21 Uhr auf der Bühne standen, war für uns leider die Zeit der Abreise gekommen. Wir verabschiedeten uns von den Bands und machten uns auf den Heimweg.

Metallspürhunde

Mein Fazit zu dem Festival: Es war eine tolle Location, die Bands waren super und auch wirklich sehr nett. Und wenn die Organisation etwas besser läuft, dann wird das ein richtig tolles Festival im Stil wie die ganz Großen.

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