Rock Area 2010 – ein Festival mit grandioser Atmosphäre
Die Loreley bei St. Goarshausen hat gebebt! In der sagenhaften Kulisse des Amphitheaters war mal wieder die Hölle los…
Vom 29.7. – 31.7.2010 feierten viele begeisterte Metalfans ihre Bands und genossen in herrlicher Atmosphäre ein fabelhaftes Festival…
Der Donnerstag stand ganz im Sinne von Doro Pesch. Jeder freute sich auf die sympathische Sängerin, die schon seit Jahren im Rockgeschäft tätig ist und dementsprechend viele Fans hat. Bevor die blonde Rockröhre die Bühne entern konnte, belustigten erstmal die Jungs von J.B.O. die Besucher. Die Show war sehr amüsant und unterhaltsam. Nachdem die Lachmuskeln gestärkt und die Stimmen vom Gegröhle geölt waren, betrat nun Doro die Bühne.
Als erstes ist anzumerken, dass die kleine, zierliche Frau eine grandiose Energie ausstrahlt und ihr Publikum völlig aus den Socken hauen kann. Mit ihrer rockigen Stimme bezauberte sie alle und heizte den Fans ordentlich ein. Sie präsentierte sich sehr publikumsnah, indem sie mehrmals von der Bühne zu ihren Fans an der Absperrung ging, um mit ihnen die Songs zu singen. Das Publikum war mehr als begeistert und mitgerissen! Sie kann es eben immer noch, nach all den Jahren! Ich würd mal sagen: Doro forever!
Freitags ging es munter weiter… der Nachmittagskracher waren Dark Tranquillity, welche durch den charismatischen Frontmann Mikael Stanne eine wunderbare Stimmung verbreiteten. Die schwedische Deathmetal–Band spielte Songs von den Alben „Haven“ , „Damage Done“, „Final“ und „Fiction“. Sie heizten den Fans richtig ein und man konnte einfach nicht still stehen, sondern musste mit der Band feiern. Ab Oktober kommen die musikalischen Herren auf Tour – mit Insomnium im Vorprogramm – also hingehen und Haare kreisen lassen!!!
Nachdem die Schweden die Bühne gerockt hatten, kamen nun die Finnen von Ensiferum, um dem Publikum mit ihrem Viking-Folkmetal den Abend zu versüßen. Die Band, welche sich 1995 zusammengefunden hat, spielte eine mitreißende Show und bekam sehr viel Applaus von ihren Anhängern.
Schlag auf Schlag ging es weiter, die Grindcore- und Deathmetal-Band Napalm Death und die Trashmetal–Band Sodom rockten die Bühne des Amphitheaters.
Ein weiteres Highlight war der Auftritt der Aachener Band Krypteria. Sie traten auf der zweiten Bühne, der sogenannten Rockstage, auf.
Die Sängerin Ji – In – Cho zog ihr Publikum in den Bann und zeigte sich außerordentlich sexy, was den Fans vor der Bühne sehr gefiel. Die Band ist ein Publikumsmagnet, so war es nicht verwunderlich, dass viele Fans Sodom, welche gleichzeitig spielten, den Rücken kehrten, um Krypteria zu sehen. Der Symphonic–Rock-Metal war ein guter Kontrast zu den Death- und Trashmetal-Bands.
Um 22 Uhr 40 war es dann soweit - Apocalyptica betraten die Bühne und das Publikum war außer Rand und Band. Sehr ausgelassen und gut gelaunt zupften, hämmerten und strichen sie ihre Cellos. Was jeder erwartete, wurde erfüllt, die kultigen Cover von Metallica wurden sehr ausdruckstark gespielt.
Neben diesen altbekannten Songs spielten Apocalyptica auch eigene Lieder und wurden sogar von einem Sänger unterstützt. Ihr siebtes Studioalbum „7th Symphony“ ist derzeit in Arbeit und wird voraussichtlich am 23.8.2010 in den Plattenläden stehen.
Nachdem am Freitagabend eine wirklich gelungene Show von Apocalyptica abgeliefert wurde, freute sich jeder auf Samstag. Mit freudiger Erwartung kamen wir auf dem Festival-Gelände an und unsere Ohren wurden gleich von der gewaltigen Stimme der Frontfrau Sabina von Holy Moses in Beschlag genommen.
Nachdem sich die Aachener Band ausgetobt hatte, kamen die Schweden von Thyrfing auf die Bühne. Die Viking-Metal-Band rund um den Sänger Jens Ryden katapultierte das Publikum in die nordische Mythologie und in das Wikingerzeitalter. Die Band spielte sehr präzise und konnte durch ihre enerigegeladene Bühnenshow überzeugen.
Bevor Sepultura das Publikum zum Kochen bringen konnten, waren erst einmal Entombed an der Reihe, welche ebenso wie Thyrfing aus Schweden stammen.
Mit ihrem Death–Metal konnten sie die Fans überzeugen und zum Bangen anheizen. Diese energiegeladene Stimmung setzten die Brasilianer von Sepultura fort und brachten ihre Fans zum Ausflippen. Der Frontmann Derrick Green, der eine imposante Erscheinung ist, hatte das Publikum im Griff und wurde von seiner Band tatkräftig unterstützt. Sepultura ist ein echter Begriff in der Metalszene. Seit 1984 – man sieht es der Band auch langsam an – sind Sepultura aus dem Genre nicht mehr wegzudenken. Nach dem Ausscheiden des Sängers Max Cavalera hatten viele die Befürchtung, dass Sepultura nicht mehr auf die Füße kommen könnte. Diese Befürchtungen stellten sich als völlig nichtig heraus, was man auch auf dem Rock Area Festival sehen konnte. Die Band rockte und groovte gewaltig und man merkte ihnen die langjährige Bühnenerfahrung an. Sie gaben in ihrer Show einfach alles. Diese Euphorie übertrug sich auch auf das Publikum und die Köpfe wurden geschüttelt, es wurde getanzt und mitgesungen. Als das altbekannte und immernoch geliebte Lied „Roots Bloody Roots“ gespielt wurde, konnten sich selbst die hartgesottenen Nicht-Banger kaum entziehen und wackelten nun auch mit den Köpfen!
Die Brasilianer sind live ein besonderes Highlight – hoffentlich kommen sie bald wieder!
Nach der mitreißenden Vorstellung von Sepultura hatte es die amerikanische Band Sacred Reich schwer. Viele gingen erstmal etwas trinken oder ruhten sich vom Springen und Bangen aus. Auch wir ruhten uns für den Kracher des Abends – Arch Enemy – aus und wurden nicht enttäuscht.
Als letzte Band des Festivals betraten sie dann gegen 22 Uhr 45 die Bühne. Mit ihrem Melodic–Death–Trash-Metal kamen sie bei vielen Fans an. Die Schweden, rund um die deutsche Sängerin Angela Gossow, gaben mächtig Gas und man wurde von dieser grandiosen Show mitgerissen und aus den Schuhen gehauen.
Manch ein männlicher Sänger wurde wohl an diesem Abend neidisch, denn die kleine, schmale Frontfrau brüllte sich die Seele aus dem Leib. Wie ein Raubtier schlich sie über die Bühne und beeindruckte mit ihrem Gesang. Man merkte der blonden Schönheit an, dass dies genau ihre Richtung ist und sie die Musik lebt. Es ist einfach unglaublich, wie ein „kleiner“ Mensch Massen bewegen und lenken kann. Die Fans waren an diesem Abend auf ihrem absoluten Höhepunkt. Das Amphitheater war ausgefüllt mit bangenden und gröhlenden Menschen. Ein wunderbarer Abschluss eines grandiosen Festivals.
Das Rock Area Festival ist wirklich nur zu empfehlen und sollte in jedem Kalender festgehalten werden! Die Veranstalter sind sehr nett, es ist alles gut geplant und organisiert. Das Essen und Trinken ist erschwinglich und die Atmosphäre ist gigantisch.
Die Bands waren großartig! Was will man mehr?!
Rock Area Festival – wir kommen wieder! Danke für die tollen Tage!






23. August 2010 um 22:35
Hallo Leute
Euer Live Bericht ist wenig informativ und entspricht nicht der Wahrheit. Das Festival war ein Reinfall ( oder Rheinfall )
Sehr wenig Leute in einer schönen, aber doch maroden Kulisse.
Zudem gab es zei Bühnen, was ihr in keinster Weise erwähnt. Ich hoffe ihr hattet keine Akreddierung. Denn diese wäre wohl auf Grund eines solchen Berichtes nicht gerechtfertigt gewesen.
24. August 2010 um 11:54
Hallo ebenfalls… :)
Es ist sehr gut kritische Leser zu haben! Schade, dass der Kommentar hier etwas persönlich ausgefallen ist…Es gab eine 2. Bühne – das haben wir im Vorbericht schon erwähnt – da wir aber meistens an der Hauptstage waren, können wir nicht viel über die 2. Bühne schreiben. Aber dem geübten Leser wird auffallen, dass sie auch im Nachbericht erwähnt wurde ;) Wir fanden das Festival super, da eben nicht so viele Leute da waren – gemütlich und familiär – also kein Reinfall! Wir werden nächstes Jahr wieder vor Ort sein MIT Akkreditierung ;)
Liebe Grüße Bea
( die Verfasserin des Berichtes )
24. August 2010 um 18:52
Ui, was für n Schwachsinn @ Mario. Akkreditierung schreibt man im Übrigen so! ;) Ich finde, Blacklive hat es verdient vor Ort zu sein und ich muss sagen, dass Rock Area Festival war ein voller Erfolg und ist zwar im vergangenen Jahr durchaus mehr besucht worden, macht aber nix.
Viele fanden es gut und ich finde der Bericht passt. Ob da ne Bühne mehr beschrieben ist oder nicht, dass tut dem ganzen keine Abbruch…erwähnt ist sie ja durchaus. Berichterstattungen sind halt unterschiedlich – und zum Glück nicht immer gleich.
Die Berichte hier auf Blacklive.de sind immer sehr gut und vor allem die Fotos sind der Hammer, da können sich viele Online Magazine etwas abschneiden.
Wer also meckert, sollte dies sachlich tun und die freiwilligen Redakteure und Fotografen hier nicht persönlich angreifen, in dem gesagt wird, die Akkreditierung wäre nicht gerechtfertigt. Demnächst vorher nachdenken, bevor man schreibt.
Gruß
Mick