Paradise Lost – Tour 2009

verfasst am 16. November 2009
von
| Rubrik: Konzertberichte

Alte Feuerwache Mannheim – 14.11.2009

Mannheim hat gerockt!
Am 14.11.2009 haben drei beeindruckende Bands die Wände der „Alten Feuerwache“ in Mannheim zum Wackeln gebracht. Die Rede ist von Ghost Brigade, Samael und Paradise Lost. Diese hervorragenden Bands haben den begeisterten Besuchern in den Gemäuern des alten neobarocken Baus einen unvergesslichen Abend beschert…
Als wir gegen 19uhr nach beschwerlicher Parkplatzsuche unser Ziel erreichten, hatte sich vor der „Alten Feuerwache“  bereits eine beeindruckende  Schlange am Einlass gebildet. Von nah und fern strömten erwartungsvolle Liebhaber der harten Klänge herbei. Auch wir waren sehr gespannt auf den Abend und wurden nicht enttäuscht.
Die Halle füllte sich recht schnell, was bewies, das die Bands für viele sehr reizvoll waren.

Pünktlich um 20 Uhr betraten Ghost Brigade die Bühne. Die Finnen um den Sänger  Manne Ikonen überzeugten mit einer Mischung aus Melodic Death, Doom und Progressive Metal.

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Während ihres dreißig minütigen Sets wurden überwiegend Stücke ihres aktuellen Albums „Isolation Songs“  zum Besten gegeben, welches seit diesem Jahr in den Plattenläden steht.
Die Band verstand es, dass Publikum durch die teilweise schwermütigen Songs in ihren Bann zu ziehen.
Fette Riffs gepaart mit melancholischen Melodien…das ist wohl das Rezept dieser hoffnungsvollen Band aus dem hohen Norden.
Musik zum „Matten-kreisen“ war es für viele nicht…oder das Publikum sparte ihre Kräfte und Reserven für die beiden nachfolgenden Bands. Trotzdem ist es der Band gelungen, mit ihrem eigenständigen Stil zu überzeugen und wir sind uns sicher, dass sie nach diesem gelungenen Auftritt eine große Menge Fans gewonnen haben.

Wahrlich ein Ohrenschmaus!
Nach einer Umbaupause war es dann an der Zeit für Samael.

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Das Publikum stand mittlerweile dicht an die Bühne gedrängt, der Saal war sichtlich voller und es lag eine erwartungsvolle und gespannte Stimmung in der Luft… was man auch an den Gesichtern der Konzertbesucher ablesen konnte.
Dann war es soweit…
Die Schweizer traten in das Scheinwerferlicht und nahmen die begeisterten Fans mit auf eine Zeitreise. Sie gaben in ihrem Set alte und neue Kracher zum Besten, was dem Publikum eine abwechslungsreiche Mischung bescherte. Den Mannen um den Sänger Vorph machte es sichtlich Spass, den Metalheads ordentlich einzuheizen, sorgten sie doch mit Liedern wie “Solar soul”, “Reign of light” oder “Black hole” für ein ausgiebigen Bang – Faktor  von der ersten bis zur letzen Reihe.
Natürlich durfte auch der alte Klassiker “Into the Pentagram” nicht fehlen; welches auf dem Debütalbum der Musiker zu finden ist.
Man sollte auf jeden fall erwähnen, dass die Band mit ihrem aktuellen Album “Above” wieder zu ihren Wurzeln zurückkehrt, die eher im Black Metal zu finden sind. Allerdings konnten sich Samael auch mit ihren eher elektronisch angehauchten Alben und Songs viele Fans gewinnen.

Um 22 Uhr war es dann soweit! Mit großer Spannung wurden die Briten von Paradise Lost erwartet. Die Band aus Yorkshire benannte sich nach dem epischen Gedicht des englischen Dichters John Milton.

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Leider war Gitarrist Greg Mackintosh nicht mit von der Partie, da dessen Vater schwer erkrankt ist und er sich deshalb nicht in der Lage sah, die Tour anzutreten. Einen würdigen Ersatz fand er in Ersatzgitarrist Milly Evans, welcher eigentlich als Gitarrentechniker für die Band tätig ist und selbst in einer Band namens Terrorvision spielt. Da es für diese Band bereits bestehende Termine gab, kollidierten diese mit den Tourdaten, so dass einige Auftritte von Paradise Lost abgesagt werden mussten.

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Wir konnten also von Glück sagen, dass wir diese großartige Band sehen durften.
Paradise Lost kreuzten in ihrer musikalischen Laufbahn verschiedene Stilrichtungen, kehrten jedoch mit dem 2009 veröffentlichten Album “Faith divides us, death unites us” wieder zu ihren alten Wurzeln zurück. Doch bei ihrem gelungenen Auftritt in Mannheim gaben die Briten alte und neue Songs zum Besten und wussten damit das Publikum zu begeistern.
“One second” wurde zur Freude vieler Fans gespielt, ebenso “As i die”, “Pity the sadness” und “Forever failure”. Ebenso durften auch “The last time” und “Erased” nicht fehlen. Die Stimmung in der Konzerthalle war unbeschreiblich. Überall waren wippende Füße, wehende Haare und ausgelassene Gesichter zu sehen. Bei der Zugabe “Say just words” schien fast jeder den Text zu kennen, was bei der Popularität dieses Liedes auch nicht verwunderlich ist.
Nach knapp 90 Minuten verließen Paradise Lost die Bühne und ließen eine aufgewühlte und erschöpfte Menge zurück.
Es war für uns ein gelungener Abend mit drei unterschiedlichen, jedoch musikalisch sehr ansprechenden Bands.

Paradise Lost sind weiterhin unterwegs:

  • 15.11.09 - München (D) – Backstage (Werk)
  • 16.11.09 - Saarbrücken (D) – Garage
  • 18.11.09 - Bielefeld (D) – Ringlokschuppen
  • 19.11.09 - Hannover (D) – Capitol
  • 20.11.09 - Cottbus (D) – Gladhouse
  • 21.11.09 - Erlangen (D) – E-Werk
  • 22.11.09 - Hamburg (D) – Markthalle

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3 Kommentare

  1. Ein Fan

    super Bilder, super Bericht.

    Weiter so.

  2. Ein Samaelfan

    Sry Leute! Aber es gibt absolut keinen Song von Samael, der “Coming above” heisst!

  3. Avatar of Foto-Fee
    Foto-Fee

    stimmt! da ist uns ein Fehler unterlaufen – danke für den Hinweis! Habe es geändert! LG Bea

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