KMFDM @ Logo, Hamburg, 21.07.`09
Nachdem die Industrial-Veteranen von KMFDM ihre „Kein Mitleid World Tour 2009“ Ende Mai gestartet haben, machten sie am 21. Juli im Hamburger Logo Halt. Das Konzert war somit ein Heimspiel für den aus Hamburg stammenden Bandgründer Sascha Konietzko,
der mit seinen Musikerkollegen Steve White und Jules Hodgson an den Gitarren, sowie Andy Selway am Schlagzeug und Sängerin Lucia Cifarelli einmal mehr die Live-Qualitäten der Band unter Beweis stellte.
Das an der Universität gelegene Logo war mit seinen knapp 200 Besuchern an diesem Abend gut gefüllt, was sich auch schon nach kurzer Zeit an der kaum noch vorhandenen Luft bemerkbar machte. ;-) Nach einiger Verspätung betraten KMFDM kurz vor 22 Uhr dann die Bühne. Wie es für Hamburger Publikum typisch ist, war es beim Opener DIY noch etwas verhalten.
Doch die Band performte von Anfang an ihre Songs voller Energie, so dass sich diese schnell auf das Publikum übertrug. Weiter ging es mit hämmernden Beats und harten Gitarrenriffs bei Bait & Switch, Tohuvabohu, Son of a gun und dem Klassiker Hau Ruck sowie Looking for strange. Während Sascha K. cool mit Sonnenbrille und Flubbe den Fans mächtig einheizte, war doch die Dame der Band der eindeutige Blickfang. Mit lasziven Tanzbewegungen und einer sexy Stimme verzauberte Lucia das vorwiegend männliche Publikum im Handumdrehen.
Im Laufe des gesamten Konzertes wurde ein bunter Mix aus alten und neuen Songs dargeboten, bei dem einige Tracks des aktuellen Albums Blitz natürlich nicht fehlen durften. So tanzten die Fans in bester Partylaune zu Potz Blitz und dem in russisch gesungenen Davai. Insgesamt wurde die Show sehr schlicht gehalten, was natürlich auch an der kleinen Location lag, aber dafür entstand zwischen Band und Publikum eine wunderbare Atmosphäre. Wo in den hinteren Reihen nur mit dem Kopf genickt oder dem Fuß mitgewackelt wurde, gaben die Besucher in den ersten Reihen beim Headbangen und Moshen ihr Bestes. Die Fans sangen jede Zeile der nun folgenden Kulthits Attak / Reload, Saft & Kraft und Megalomaniac mit. Das Set wurde schließlich abgeschlossen mit Light und Free your hate, danach verabschiedeten sich KMFDM und verließen die Bühne.
Aber so schnell lassen die Fans ihre Idole natürlich nicht gehen. Nach lauten „Zugabe“-Rufen und „KMFDM“-Sprechchören enterten die Industrial-Rocker abermals die Bühne und gaben WW III und Adios zum Besten, was das Publikum Ihnen mit ausgelassenem Pogo dankte.
Nach kurzem Verschwinden ließ sich die Band aber nicht lange überreden und spielte als zweite Zugabe Godlike vom 1998 erschienen Album Agogo. Damit wurde schließlich ein schweißtreibender Konzertabend für Musiker und Publikum beendet. KMFDM haben es geschafft, in 1 ½ Stunden ein abwechslungsreiches und tanzbares Best-Of ihres 25-jährigen Bandbestehens zu geben.
Setlist KMFDM
- DIY
- Bait & Switch
- Tohuvabohu
- Son of a gun
- Hau Ruck
- Looking for strange
- Davai
- Potz Blitz
- Attak / Reload
- Saft & Kraft
- Megalomaniac
- Light
- Free your hate
- WW III
- Adios
- Godlike
Photos by: Daniela Florek

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