‘If it sounds heavy, that’s because it is!’ schallt es dem Zuschauer während dem neu aufgesetzen Motherstep/Mothership Intro entgegen, was wohl als Beschreibung für Enter Shikaris ‘A Flash Flood Of Colour Tour 2012′ perfekt zutrifft.
Die Organisatoren des Melkwegs, Amsterdam, verfolgen strikt den angekündigten Zeitplan, und so beginnen The James Cleaver Quintet pünktlich um 17 Uhr, was für deutsche Gewohnheiten unnatürlich früh erscheint. Nichtsdestotrotz ist der Melkweg bereits gut gefüllt und die Stimmung steigt, besonders nachdem um 18 Uhr Young Guns die Bühne betreten. Beide Vorbands können sich über ein engagiertes Publikum freuen, das sich weder für springen, klatschen oder pogen zu schade ist.
Selbst die Headliner Enter Shikari dürfen nicht lange auf sich warten lassen, und so ertönt um punkt 19 Uhr ein eigens konstruiertes Liveintro, wonach die vier Engländer mit System…Meltdown die Bühne betreten und die Show beginnen lassen.
Vorab hatte die Band im Internet mit Stolz ihre Lichtshow angekündigt, und sie hatte nicht zu viel versprochen. Klar ist, dass dieses einzigartige Lichtspektakel niemanden unbeeindruckt lässt, und auf jede erdenkliche Art die Halle wortwörtlich in A Flash Flood Of Colour taucht.
Neben nahezu allen Songs der Neuerscheinung finden sich auch alte Bekannte bis hin zu EP Songs, die Enter Shikari seit Jahren gestrichen hatten, auf der Setlist wieder. So dürfen sich eingefleischte Fans zum Beispiel über The Feast und die neu überarbeitete Version des selbstbetitelten Songs Enter Shikari freuen. Doch auch Klassiker wie Mothership, die bei keiner ihrer Shows fehlen dürfen, bekommen erneut frische Features, wodurch auch die bereits bekannte Motherstep Version zu überraschen weiß.
Für eine Band, deren Alben vor Abwechslung nahezu platzen, fällt es natürlich schwer, dieser live gerecht zu werden. Doch nicht so bei Enter Shikari, im Gegenteil: die junge Band legt die Latte noch ein gutes Stück höher und bietet dem Publikum durch Remixe und Reworks ein unvergessliches Erlebnis und einen perfekten Konzertabend.
Doch Enter Shikari beweisen ihren Abwechslungsreichtum nicht nur durch eben genanntes, sie können auch anders. Und so übernimmt Multitalent Rou Reynolds für den Song Stalemate neben dem Gesang auch die akustische Gitarre (im späteren Verlauf dann das Klavier) und zeigt mithilfe seiner Bandkollegen eindrucksvoll, dass die Jungs auch auf einer ruhigeren Ebene einschlagen können.
Der einzige Dämpfer des Abends dürfte wohl sein, dass die Mitklatschhymne Sorry You’re Not A Winner ungespielt bleibt. Doch angesichts der ansonsten prallgefüllten und perfekt präsentierten Setlist bleibt das zu verkraften.
Setlist
- System…
- …Meltdown
- Gandhi Mate, Gandhi
- The Feast
- The Jester (excluding intro, extended outro)
- Quelle Surprise (Rout VIP mix ending)
- Hello Tyrannosaurus, Meet Tyrannicide
- Havoc B
- Search Party
- Destabilise
- Mothership (Motherstep intro)
- Stalemate
- Arguing With Thermometers
- Juggernauts (Blue Bear’s True Tiger Remix)
- Enter Shikari (Reworked ‘Stand Your Ground, This Is Ancient Land’ intro)
Zugaben:
- Return To Energiser (Reworked bridge)
- Sssnakepit (Hamilton Remix intro)






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