Blackfield 2009: Sonntag, 21. Juni

verfasst am 5. Juli 2009
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| Rubrik: Konzertberichte

Den Bericht vom ersten Tag des Festival findet ihr hier, und die komplette Fotogalerie gibt’s hier zu sehen.

Dope Stars Inc.

Dope Stars Inc. @ Blackfield 2009

Zugegeben, auf einem Festival als erster Act des Tages bereits um zwölf Uhr zu spielen, ist kein allzu leichter Job.
Ein Großteil der Besucher war um diese Zeit noch mit Ausschlafen, Frühstücken oder Schminken beschäftigt, sodass das Amphitheater während des gut halbstündigen Auftritts von den Dope Stars Inc. noch recht leer war.
Aber wer da war, der war danach auch wach, soviel steht fest!

Dope Stars Inc. @ Blackfield 2009

Die vier Italiener gaben ihr Bestes, um den Anwesenden lautstark einzuheizen, und das gelang ihnen auch.

Santa Hates You

Wer beim Anblick des Santa Hates You-Sängers ein Déjà-Vu zu haben glaubte, dem sei gesagt dass Peter Spilles schließlich am Vortag schon mit Project Pitchfork auf der Bühne gestanden war. Etliche von PP begeisterte Festivalbesucher waren nun natürlich auch auf dieses Projekt gespannt, und so war der Bereich vor der Bühne recht gut gefüllt.

Santa Hates You @ Blackfield 2009

Der Bandname bezieht sich auf jene Futurama-Folge, in der ein bösartiger Weihnachtsmann über die Menschen (und sonstigen Bewohner des dritten Jahrtausends) richtet – ein gewisser Sinn für dunklen Humor lässt sich also hier schon erkennen.

Zusammen mit seiner weiblichen Mitstreiterin, Jinxy, an den Keys und einem weiteren Herrn legte Peter Spilles auch hier eine ordentliche Show hin: eindeutig tanzbarer Sound und eine gute Stimmung.

Faun

Zu einem Ausflug in ferne Zeiten und gänzlich andere musikalische Gefilde luden nun Faun ein.

Faun @ Blackfield 2009

In Hinblick auf die festivalbedingt verkürzte Auftrittsdauer verzichtete Satyr darauf, die Überleitungen zwischen den einzelnen Stücken so ausführlich zu schildern wie sonst, sondern begnügte sich mit einer recht kurzen Erklärung. So wusste man zumindest im Ungefähren, von was die Lieder wie etwa die Egil Saga handelten, auch wenn man zufälligerweise nicht des Altisländischen mächtig sein sollte. ;-)

Bei aller Begeisterung für das Mittelalter verschließen die Faune allerdings nicht die Augen vor der Wirklichkeit, das machte Satyr in seiner Einleitung zu Zeitgeist klar. So wolle man nicht einfach in vergangene Zeiten fliehen – sondern aus ihnen lernen, auf dass sich heute nicht die Fehler von vor 1000 Jahren wiederholen.

Desweiteren versäumten es die Faune auch nicht, ihre Fans unter anderem mit den Stücken Rosmarin und Rhiannon zu beglücken.

Frozen Plasma

Frozen Plasma @ Blackfield 2009

“Es ist Sommer, es herrscht gute Laune – und wir machen die Musik dazu!”
So begrüßten die Jungs von Frozen Plasma die Blackfield-Besucher. Feiner Synthiepop, der eindeutig in die Beine geht, und so ließ sich das Publikum den Aufruf Tanz die Revolution nicht zweimal sagen. :o)

Die Setlist bestand aus einer gelungenen Mischung alter und neuer Stücke, so unter anderem Hypocrite, Speed of Life oder Irony.

Letzte Instanz

Letzte Instanz @ Blackfield 2009

Schuldig bekannten sie sich, die Jungs von der Letzten Instanz: schuldig für das zeitweise doch arg unfreundliche Wetter. ;-)

Nichtsdestotrotz zeigte sich das Publikum mehr als begeistert von der Show, und zumindest in den vorderen Reihen wurden die einzelnen Songs auch mitgesungen, eben so wie es sich gehört. Auf den Rängen des Amphitheaters begnügte man sich dagegen vorwiegend mit Gucken und nahm denn den Refrain auch sehr wörtlich, als Holly ausdrücklich alle Anwesenden zum Mitsingen einlud – tja: sing, mein Stimmlein, sing allein… ;-)

Zu guter Letzt durfte natürlich das schon als Tradition zu bezeichnende Ritual nicht fehlen, dass ein Jeder die Hand seines Nachbarn ergriff und man die Arme so zu den Klängen von Wir sind allein in der Luft schwenkte, verbunden und eben nicht allein.

IAMX

Exzentriker mag es viele geben in der Szene, und erst recht unter den Künstlern. Der spindeldürre, androgyne Chris Corner ragt aber selbst unter diesen noch einmal heraus. ;-)

IAMX @ Blackfield 2009

Zusammen mit der nicht weniger dünnen Janine (Gesang, Keyboard, Gitarre), Schlagzeuger Tom sowie Dean an der Gitarre betrat Herr Corner mit etwas Verspätung gegen Viertel vor fünf die Bühne. Aber Diven verzeiht man so etwas ja. ;-)
Im vorletzten Jahr durfte ich IAMX bereits schon einmal live erleben, und die Erinnerung an eine 1 A Show hatte mich nicht getäuscht – wer die Gelegenheit hat, die Formation live on stage zu erleben, sollte sich das auf keinen Fall entgehen lassen.
Alle Bandmitglieder waren extravagant gekleidet und geschminkt – und hatten das Publikum schon nach den ersten Takten des Openers Bring me back a Dog auf ihrer Seite. Sailor, An I for an I, Nightlife, Kiss + Swallow, … ein großartiger Auftritt, der nach einer Dreiviertelstunde viel zu früh zu Ende ging.

Suicide Commando

Von Null auf Hundert in wenigen Sekunden: als Suicide Commando ihre Show mit dem Hit Bind, Torture, Kill eröffneten, dauerte es nicht lange, bis so ziemlich alles vor der Bühne am Tanzen & Stampfen war. Und das sollte in den nächsten fünfzig Minuten auch so bleiben!

Suicide Commando @ Blackfield 2009

Menschenfresser folgte als nächster Song, im weiteren Verlauf dann unter anderem Dein Herz meine Gier, Hate me oder Love Breeds Suicide. Als besonderes Leckerli gab es denn schließlich den Song Die, Motherfucker, Die zu hören, der auf dem im September erscheinenden neuen Album enthalten sein wird. Und ja, der hat eindeutig Lust auf mehr gemacht!
Mit Hellraiser verabschiedeten sich die Belgier dann schließlich, und ich war nicht die Einzige, die auf der Suche nach Erfrischung erst einmal den nächsten Getränkestand ansteuerte.

Mesh

Mesh @ Blackfield 2009

Mesh hatten leider Pech mit der Technik: zunächst verzögerte sich ihr Auftritt wegen eines missglückten Soundchecks um beinahe 20 Minuten, und als dann das Intro mit der Vorstellung ihrer neuen Single lief, wurde selbiges plötzlich noch einmal unterbrochen und der Soundcheck weitergeführt. Während der ersten zwanzig Minuten des Auftritts wollte denn der Funke auch nicht so recht auf das Publikum überspringen, mal hörte man die Stimme des Sängers nicht, mal waren die Keys weg… insgesamt klang der Sound sehr topfig.

Aber bemerkenswerterweise ließen sich Sänger Mark und die Seinen nicht davon beirren – und als der Sound denn nach eifrigem Gewerkel seitens der Tontechniker endlich in Ordnung war, wussten Mesh die Blackfield-Besucher auch richtig mitzureißen und legten eine tolle Show hin.

Apoptygma Berzerk

Apoptygma Berzerk @ Blackfield 2009

Aus dem hohen Norwegen waren Apoptygma Berzerk angereist, um das Blackfield-Festival zu rocken. Und das gelang ihnen!

Los ging es mit einem Song des aktuellen “Rocket Science”-Albums, Weight of the World, aber im Verlauf der Show wurden auch diverse der alten Stücke zum Besten gegeben: Starsign, Love Never Dies, … und gegen Ende des Auftritts folgte mit Apollo, live on your TV schließlich auch die aktuelle Single. So kamen alle Fans auf ihre Kosten.

ASP

ASP @ Blackfield 2009

Wer sich des Tags über das ein oder andere Souvenir am ASP-Merchandisestand gesichert hatte, der hatte eine Packung Wunderkerzen in die Hand gedrückt bekommen – und bei welchem Song würden die wohl besser zur Geltung kommen als während Ich will brennen? ASP toppten den wunderschönen Anblick der unzähligen goldenen Funken aber sogar nochmal: schräg hinter der Bühne begann wenig später eine fulminante Feuerwerksshow! Wow!

ASP @ Blackfield 2009

So ging denn auch der zweite und somit letzte Tag des Blackfield-Festivals 2009 zu Ende. Zurück bleibt die Erinnerung an ein wundervolles Wochenende und natürlich die Vorfreude auf nächstes Jahr, wenn Oomph! als Headliner das Amphitheater rocken werden. Der Vorverkauf der Tickets startet am 10. August.

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Ein Kommentar

  1. Nadja

    Das hört sich ja nach nem richtig coolen feastival an. Ich kannte das davor noch gar nicht aber werde mich jetzt genauerer darüber informieren und bin vielleicht das nächste mal auch da :).

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