Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg
Dieser Friedhof ist Kulturdenkmal und Erholungsstätte in einem – aber vor Allem ist Ohlsdorf der größte Parkfriedhof der Welt. Die Gesamtfläche von insgesamt 391 Hektar entspricht der neunfachen Größe des Vatikans. Dank seiner historischen Grabstätten, seiner 800 Skulpturen und der eindrucksvollen Gartenarchitektur gilt er als Gesamtkunstwerk von internationalem Rang. 
Eröffnet wurde dieser einmalige Friedhof 1877 mit dem profanen Ziel, dass es in Hamburg keinen Mangel an Bestattungsfläche geben soll. Wilhelm Cordes führte für 38 Jahre die Geschicke als erster Friedhofsdirektor. Sein Lebenswerk wurde ein Parkfriedhof, der an das Ideal der englischen Landschaftsgärten mit seinen natürlichen Pflanzungen, Wege- und Gewässerformen anknüpft. Das tief humanistische Anliegen von Herrn Cordes war: „Jeder Verstorbene soll im eigenen Grab in einem Paradiesgarten ruhen.“
132 Jahre später ist der Friedhof nach wie vor geprägt von der Vision Cordes`. Durchquert man das imposante Eingangsportal, lässt man die viel zu laute Welt hinter sich und ist sofort im Bann der schaurig-schönen Atmosphäre. Und es gibt allerhand zu entdecken: überirdische Urnengräber, in Stein gemeißelte Engelstatuen oder beeindruckende Mausoleen. Das romantische Flair des Friedhofes wird durch die vielen kleinen Wäldchen und Seen abgerundet. Allerdings kann man bei einem einzigen Besuch nicht die volle Schönheit des Areals erkundschaften, denn dieses wird von 17 Kilometer Straßen durchzogen! 
Derzeit befinden sich auf dem Ruheacker knapp 280.000 Grabstellen. Seit der Friedhofseröffnung wurden 1,4 Millionen Beisetzungen durchgeführt, jährlich finden um die 5.000 statt. Der Friedhof ist eine der wenigen Ruhestätten die überkonfessionell und somit den verschiedensten Religionsgemeinschaften offen steht. Dies macht die Art der Beisetzungen und damit die Art der Gräber sehr vielseitig. Außerdem gibt es zahlreiche Sonderanlagen wie z. B. den Schmetterlingsgarten, den Ohlsdorfer Ruhewald und die Baumgräber. Auch zahlreiche Prominente haben in Ohlsdorf ihre letzte Ruhestätte gefunden, wie z. B. Hans Albers, Heinz Ehrhardt, Ida Ehre, Wolfgang Borchert oder Ernst Barlach.
Anfahrt:
Mit der U / S Bahn bis zur Haltestelle Ohlsdorf, dann Ausgang Fuhlsbüttler Straße.
Photos by: Daniela Florek

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