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düstere Locations

Haus Fühlingen – Köln

Im Norden von Köln, im Stadtteil Fühlingen, lockt ein verfallenes Anwesen immer wieder Menschen auf der Suche nach Spuren vergangener Zeiten, nach übernatürlichen Erscheinungen oder auch einfach nur nach einem stillen und melancholischen Ort an: Haus Fühlingen.

Verflucht sein soll dieses ehemalige Gestüt, sagen einige. Die Geister mehrerer Verstorbener sollen dort ruhelos umherstreifen – das mag nun glauben, wer will. Aber auch für eher weniger paranomal angehauchte Besucher lohnt Haus Fühlingen allemal einen Ausflug.

In einem Waldstück unweit des Fühlinger Sees gelegen, ragt das Gemäuer in den Himmel auf und strahlt einen morbiden Charme aus. Während die der Neusser Landstraße zugewandte Fassade mit ihrer großzügig angelegten Freitreppe sehr eindrucksvoll und erhaben wirkt, sieht die Rückseite allerdings leider eher ernüchternd aus. Unkraut wuchert mannshoch und bedeckt zumindest im Sommer gnädig den herumliegenden Müll (hier befindet sich übrigens, fernab aller Friedhöfe, ein etwas dubioser Grabstein mit der Aufschrift “Heinrich Götz – Lehrer – 16.6.1900 – 7.10.1953″ – obwohl dieser Herr allem Anschein nach niemals hier gewohnt hat).
In den Innenräumen finden sich fast überall Haufen von Bauschutt und Gerümpel, an den Wänden prangt Graffiti. Obdachlose und Abhängige suchen hier immer wieder Unterkunft – es ist kein wohliger Ort.

Auf dem Gelände der heutigen Fühlinger Heide tobte vor über 700 Jahren, im Juni 1288, die wohl bedeutendste und grausamste Schlachten des Rheinlandes: die Schlacht von Worringen, in der um die zweitausend Menschen den Tod fanden.
Im Wikipedia-Artikel über die Schlacht von Worringen kann man folgende Beschreibung nachlesen:

Die meisten Toten auf dem Schlachtfeld waren durch die Hufe der Pferde bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Darüber hinaus war auch die Leichenfledderei des Fußvolks dafür verantwortlich, dass man die Toten nicht mehr an ihren Wappenröcken identifizieren konnte. Die Leichen wurden in mehreren Massengräbern bestattet.

Auf diesem blutgetränkten Boden errichtete der Kölner Bankier Eduard Freiherr von Oppenheim um 1888 schließlich Haus Fühlingen: das Herrenhaus, Stallungen sowie eine Reithalle, darüber hinaus eine Pferderennbahn. Bald stellte sich allerdings heraus, dass der Heideboden in der Gegend nicht zur Pferdezucht taugte. So wurde das Anwesen keine zwanzig Jahre später, 1907, verkauft. 1910 begann man auf dem Areal der Pferderennbahn mit dem Kiesabbau, sodass die Rennbahn verschwand und an ihrer Stelle später der Fühlinger See durch die Kiesgrube entstand. In den folgenden Jahrzehnten wechselte das Anwesen mehrfach den Besitzer und meist endeten die Vorhaben um das Anwesen in einem finanziellen Desaster.

Während der NS-Zeit dient es Zwangsarbeitern als Schlafstätte. Einer der Zwangsarbeiter ging ein Verhältnis mit der Tochter des damaligen Gutsbesitzers ein und wurde, als der Gutsbesitzer davon erfuhr, aufgrunddessen brutal erschlagen.
Nach dem Krieg bewohnte ein ehemaliger Nazi-Richter Haus Fühlingen. Er nahm sich dort in der Sylvesternacht 1962 angesichts der Entnazifizierung im zweiten Stock das Leben. Seine Frau bewohnte bis zu ihrem Tode im Jahr 2000 einen kleinen Teil des Hauses.

1963 wurde Haus Fühlingen schließlich von der Stadt Köln aufgekauft. 1967 riss man die Reithalle sowie die Seitenflügel des Hauses ab. Seit 2000 steht das Anwesen leer und dient nur Obdachlosen als Zuflucht.
Mehrere Menschen nahmen sich seitdem dort das Leben, der letzte an Ostern 2007.
Auch im Fühlinger See sind bereits einige Personen ertrunken.

Die Restaurierung des Anwesens soll voraussichtlich in der ersten Hälfte des Jahres 2009 fertiggestellt sein und das melancholisch-verfallene Gemäuer in eine Anlage mit 32 Mietswohnungen verwandeln.

Quellen: lipinski.de, para-forum.de, spukvilla.de

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Diskussion

10 Kommentare zu “Haus Fühlingen – Köln”

  1. Hallo,
    ich kenne noch die alte Kirche in Köln-Niehl, “Niehler Dömchen” genannte, zwar nicht richtig schaurig, aber ganz sehenswert und für ein paar gelungene Fotos geeignet. Sie liegt direkt am Rhein, auf der Sebastianstr., der Hauptstraße von Niehl. Die Linie 16 fährt hin, aber man muß von der Endhaltestelle noch 10, 15 Min. laufen.

    meinte Insidonna (41) | 6. Januar 2009, 10:26
  2. Ich lach mich tod. In Seen ertrinken nun mal Menschen, leider. Das Gelände hat mit der Schlacht von Worringen nichts zu tun. Das Haus steht zu weit ab und das Gebiet der Schlacht war nunmal ganz woanders.

    meinte tz | 17. Mai 2009, 15:59
  3. Mein lieber tz, Rechtschreibung mangelhaft, aus dem Zusammenhang gerissene Zitate, keine Angabe, wo sie denn nach deiner Kenntniss stattgefunden hat, die Schlacht von Worringen…setzen, Sechs!
    Die erwähnten Ertrunkenen sind Teil einer modernen urbanen Legende, als Gebiet der Schlacht wird die Fühlinger Heide genannt und nicht das Haus Fühlingen, und in deinem Kommentar wäre “tot” die korrekte Schreibweise. Unter anderem. Aber nun gut. Auf welchem Gebiet fand die Schlacht denn statt?
    ragnarök

    meinte ragnarök | 30. Mai 2009, 12:15
  4. ich habe nur ne kurze frage kennt einer von euch die genaue anschrift vom Haus Fühlingen

    meinte stefan | 1. Februar 2010, 17:45
  5. Toller Artikel, und da ist sogar viel wares dran.
    Kenne das Haus Fühlingen schon seit ewigen Zeiten, da ich dort aufgewachsen bin.
    Was dort alles passiert, geht echt nicht mehr mit rechten Dingen zu – aber das kann man in den Quelleangaben ja alles nachlesen.
    Wer das Haus und seine Geschichte kennt, denkt anders über das Mystische und Übersinnliche auf dieser Welt. Zweifler sollten sich mal mit dem Thema befassen oder dem Haus selber einen Besuch abstatten, damit man weiß wovon man redet.

    meinte Jörg | 2. Februar 2010, 12:14
  6. Ich beschäftige mich nun schon 1 Jahr mit dem Haus, war auch schon sehr oft dort. Was dort vorgeht, wenn man Anwesend ist, ist unbeschreiblich. Ob es Einbildung ist, aufgrund der ganzen Geschichten oder ob es wahr ist ….

    Ich frage mich, warum der Bau nicht vollzogen wird ? Das Haus müsste nach Angaben schon längst fertig sein.

    meinte ZEMER | 10. Februar 2010, 01:45
  7. hmmm…habe heute das erste mal vom freund meiner tochter gehört das es in dort Spuken soll.
    der erzählte mir heute das er mit einem freund dort war und als er alleine im auto saß flog eine schwarze gestalt an ihm vorbei.

    Ich hab dann mal Fühlingen Geister bei Google eingegeben und bin so auf diese seite gekommen.

    lg. Helga

    meinte Helga | 19. Februar 2010, 21:09
  8. also ich fahre seit gut 6 jahren jeden tag dran vorbei.morgens, mittags und abends und ich wusste bis gestern nix über das haus, aber es hat mich sooo beschäftigt. kam aber nie dazu es zu googlen…..ich hab mir schon gedacht das mit dem haus was nicht stimmt…bin 1 mal späten nachmittags da lang spaziert…und mich überkamm ein schlimmes gefühl von atemnot und panik….mir kamen die tränen ohne grund hatte das gefühl alsob nur tot und leid um mich herum war….

    meinte Tina | 21. März 2010, 19:51
  9. ich wohne ebenfalls in der nähe des haus fühlingens und finde es wunderschön! meine kinder finden das haus super spannend und haben die ‘grusel-geschichten’ im inet gelesen und finden es jetzt noch spannender,ich wohne in einem haus das 1910 gebaut wurde und in meinem haus sind ebenfalls schon mehrere menschen gestorben und umgebracht hat sich hier auch schon jemand – bei mir gruselt es nicht! jedes haus hat seine geschichte und das haus fühlingen steht schon so lange leer,das hat jetzt bestimmt total viele tierische mitbewohner,was vielleicht die geräusche erklären würde und helle punkte auf foto’s – hey leute ,noch nie was von ‘glühwürmchen’ gehört??? und ich meine gehört zu haben,das das neue bauvorhaben nicht ausgeführt wird,weil es zu teuer ist und es nicht vorher klar war das die denkmalschutz baubehörde alles in original zustand haben wollten und mein opa hat mir mal erzählt,das das dach aus kupfer war und nach und nach abgeklaut wurde…bei den kupfer preisen…

    meinte melanie | 26. März 2010, 23:01
  10. also echt mal mit ausnahme meiner vorrednerin hab ihr doch alle samt nich alle tassen im schrank. ich war bis jetzt sage und schreibe 9 mal in dem haus (einmal sogar mit 2 kumpels da übernachtet) und ich habe bis jetzt nicht den hauch einer “übersinnlichen” erscheinung wargenommen. ist ist doch so man liest über das haus und das dort in der umgebung vor urzeiten mal ne große schlacht war und dann denkt man sich seinen teil dazu und wenn man dan mit den erwartungen in das haus geht das es da spukt dann ist es nur völlig logisch das man davon auch etwas mitbekommt. ich für meinen teil bin immer mit der erwartung in ein ganz normales gebäude (mit einer wie ich finde äußerst interessanten geschichte)zu gehen dot hingefahren und habe auch wenn es noch so dunkel war nie auch nur den auch eines geistes óder einer sonstigen erscheinung wahrnehmen können. auch auf den gemachten fotos ist nich ansatzweise etwas ubernatürliches zu erkennen.

    und bevor jetzt wieder die üblichen kommentare im sinne von:” geh ma lieber ins bett” ,”wie alt bist du denn” oder so kommen ich bin 26 und bin nicht ungebildet.

    für meine ausdrucksweise am anfang des beitrags entschuldige ich mich aber mal ehrlich das musste auch mal gesagt werden.

    meinte Der_Schwarze_Wolf | 2. Juni 2010, 23:26

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