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Bandinfos

Dark Rock aus Bad Homburg

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Mit ihrem neuen Album „The world starts bleeding“, das im Oktober 2009 erschienen ist, lassen es die sechs Musiker aus dem Hochtaunuskreis ordentlich krachen.

Für alle, die auf Darkrock gepaart mit Frauengesang stehen, ist dieses Album nur zu empfehlen.

Wir haben die lustige Truppe zu einem Interview gebeten…

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Blacklive:

Herzlichen Glückwunsch zu Eurer neuen Platte! Im Gegensatz zur alten Scheibe „Dark Poetry“ ist diese viel dunkler, Gitarren- lastiger und ausdrucksstarker. Wie kommts?

Das war am Anfang eigentlich gar nicht so sehr beabsichtigt. Nach den ersten Songs für das neue Album haben wir gemerkt, dass unsere Tendenz allgemein etwas mehr zum Härteren geht und das haben wir dann einfach beibehalten. Komischerweise sind auch alle glücklich damit – sowohl wir selbst als auch unsere Zuhörer. Vielleicht war es auch einfach mit der Zeit ein ganz natürlicher Prozess, dass wir uns nun alle auf einen konkreten Stil eingepegelt haben; das hatte ja auch lange genug gadauert. Mal schauen, ob wir beim dritten Album noch einen drauf packen können…

Blacklive:

Ihr musiziert schon seit 1997 zusammen. Erzählt doch mal was über Eure Entstehungsgeschichte? Wie fing alles an?

Sagen wir mal so: die Band an sich wurde 1997 von Thomas (Gitarre) und Michael  (Schlagzeug) gegründet. Das fing an wie bei jeder kleinen Garagenband, dass man sich einmal die Woche getroffen und ein paar Akkorde mit Drum-Begleitung zusammengestückelt hat. Einige Zeit später erweiterte ein befreundeter Keyboarder und ein Bassist die Band. Jetzt konnte man wenigstens schon an den ersten richtigen Songs feilen, die auch auf unserem Debüt teilweise (und natürlich stark überarbeitet) zu hören sind. Nach ca. zwei Jahren wurde die Band durch eine zweite Gitarre und die Sängerin vervollständigt.

Die jetzige Besetzung von Summer’s End ist eigentlich erst fest seit drei Jahren in dieser Konstellation. Vor allem die Rolle des Bassisten wurde relativ häufig, gewollt und ungewollt, ausgewechselt.

Blacklive:

Was zeichnet euch aus bzw. was ist euer Markenzeichen?

Neben unserem etwas schwer einzuordnenden Musikstil ist es wahrscheinlich unser Live-Auftritt, der langsam zum Markenzeichen wurde. Ganz vorne als Merkmal ist natürlich Maren zu nennen, die bei uns besonders heraussticht und vor allem den männlichen Besuchern eines Konzertes noch lange im Gedächtnis bleibt. Dann versuchen wir natürlich durch Outfits, ein paar Showeffekte und viel Bewegung auf der Bühne  einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. So hoffen wir natürlich, uns etwas von der großen schwarzen Gothic-Masse abzuheben, was inzwischen ja bei dieser Flut immer schwerer wird.

Blacklive:

Ihr werdet oft mit Evanescence oder Within Temptation verglichen. Gefällt euch dieser Vergleich?

Das ist leider unsere eigene Schuld, weil wir dummerweise diese Bands selbst in unserer Biografie genannt haben. Es sollte dem Leser nur eine kleine Denkhilfe geben, der mit  schwammigen Begriffen wie Darkrock oder Gothicmetal nicht viel anfangen kann. Wirklich gemeinsam haben wir mit den oben genannten Bands eigentlich nur, dass wir auf der Bühne schwarz angezogen sind, Keyboards und Gitarren benutzen und eine Frontfrau haben. Aber natürlich ist es immer schön, mit bekannten und erfolgreichen Bands in einen Topf geworfen zu werden… In dem Sinne haben wir vermutlich am meisten Ähnlichkeit mit Evanescence, da Maren auch keine klassische Opernstimme hat, sondern eher die Rockröhre repräsentiert.

Blacklive:

Welche Live – Auftritte waren für euch besonders gelungen? An welche denkt ihr gerne zurück?

Am besten waren eigentlich die Auftritte, von denen wir uns anfangs am wenigsten erhofft haben. So z.B. ein Gig in einem Kinderheim vor lauter 6- bis 12-Jährigen. Das war ein wirklich dankbares Traumpublikum, das geschrien hat, als wären die original Beatles gerade wieder auf Tour. So hatten wir am Schluss drei headbangende kleine Mädchen zwischen uns auf der Bühne stehen und mussten anschließend unzählige Autogramme auf winzige Notizzettel und sonstiges Greifbares geben…

Eine schöne Erfahrung für uns war auch diesen Sommer ein Konzert zusammen mit Letzte Instanz, Schelmisch und Nachtgeschrei in einer alten Burgruine. Mit solchen Genregrößen mal zusammen auftreten zu können macht schon Spaß und zieht immer wieder neues, dankbares Publikum. Gerade zu Nachtgeschrei haben wir schon eine feste Freundschaft aufgebaut.

Blacklive:

Gab es irgendwelche lustigen Pannen auf der Bühne? Komische Erinnerungen, die ihr gerne mit uns teilen würdet?

Wir können leider nicht mit großen Verletzungsstorys trumpfen, weil einer von uns betrunken von der Bühne gefallen wäre oder sind auch noch nie (zum Glück) nach einem Auftritt verprügelt worden. Uns passieren natürlich die gleichen Missgeschicke wie anderen Bands, die einen Live-Gig halt so sympathisch machen. Wenn man z.B. den ersten Akkord anschlägt, hält man plötzlich seine Gitarre in einer Hand, weil sich der Gurt verabschiedet hat oder man spielt einfach mal das falsche Intro beim Opener und muss schauen, wie man sich da wieder retten kann. Wenn man lustige Sachen von uns sehen will, muss man sich nur mal unser Making-Of-Video vom letzten Album im Internet anschauen; das ist peinlich genug.

Blacklive:

Was sind eure nächsten Ziele? Wo wollt ihr hin?

Zuerst steht natürlich viel Pressearbeit an, um „The world starts bleeding“ zu promoten. Das ist mit einigem Aufwand verbunden, den wir neben unseren Berufen/Studiengängen bewerkstelligen müssen. Da wir bei keinem Label unterzeichnet haben, liegt also alles in unseren Händen. Ende 2009 steht für uns dann nur noch ein Auftritt zusammen mit Eisheilig an, dann sind wir erst nächstes Jahr wieder live zu sehen.

Zum Glück sind die größten Aufgaben gerade erst erledigt, wie z.B. die Aufnahme und die Produktion der neuen CD und unsere Jubiläumsfeier. Daher gehen wir zur Zeit alles etwas ruhiger an, basteln bereits an neuen Liedern und schauen, wo uns die nächsten Gigs hin verschlagen werden.

In Zukunft wird es natürlich irgendwann ein drittes Album an – bis dahin brauchen wir aber noch ein paar Songs. Da wir nie wissen, wie lange so etwas bei uns dauert, kann man dafür auch noch kein Termin anvisieren. Wie andere Bands hoffen natürlich auch wir für die nächsten Jahre, dass der Bekanntheitsgrad und die Fangemeinde wachsen. Auch einem Label wären wir selbstverständlich nicht abgeneigt, sofern man nicht einfach nur unter „ferner liefen…“ in den Katalog aufgenommen wird.

Blacklive:

Wollt ihr noch was loswerden?! Hier habt ihr die Möglichkeit, Worte an unsere Leser zu richten:

Wir fassen uns kurz und würden uns freuen, auf den nächsten Konzerten viele Blacklive-Leser begrüßen und begeistern zu dürfen.  Denkt immer daran: Auch wenn ein Sommer zu Ende geht – es kommt immer wieder ein neuer.

Wir wünschen euch für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg!

Weitere Bandinformationen findet ihr hier:

http://www.summers-end.de/

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    Diskussion

    1 Kommentar zu “Dark Rock aus Bad Homburg”

    1. Danke für das Interview. Sonst wäre ich wohl nie auf diese interessante Band gestoßen.

      Aber die Ähnlichkeiten mit Evanescence oder Within Temptation halten sich wirklich in Grenzen.
      Sind aber allesamt gut zu hören. Thx.

      meinte Gitarren Sven | 5. Januar 2010, 13:01

    schreib einen Kommenatr

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