Agonoize
Ein anderes Wort für “Splatter-Disco” mit acht Buchstaben? – Agonoize! Was die drei charismatischen Berliner seit ihrem Senkrechtstart im Jahr 2002 da hinlegen, ist noch eine Spur brachialer und auf jeden Fall eine ganze Spur durchgeknallter als das, was andere Electroformationen so produzieren. Auf der Bühne wird an Kunstblut nicht gespart, Frontmann Chris L. pierct sich ein halbes Dutzend Kanülen in die Gliedmaße oder legt auch schonmal mit der Flex Hand am eigenen Outfit an… nichts für schwache Nerven also! Und der satte Sound steht hinter dieser explosiven Verpackung in nichts zurück: Tanz- (bzw. stampf-)bare Hitqualität ist quasi garantiert. Kein Wunder, dass Agonoize mit ihrer Mixtur aus Aggression, Perversion und Augenzwinkern aus den Clubs einfach nicht mehr wegzudenken sind.
Seit der erfolgreichen ersten Scheibe „Aßimilation: Chapter One” und den beiden dazugehörigen EPs „Paranoid Destruction” und „Open The Gate/To Paradise” (alle zusammen wieder veröffentlicht als Doppel-CD „Aßimilation: Chapter Two”) hat sich das Trio aus Mike Johnson, Oliver Senger und Chris L. keine Minute auf den Lorbeeren ausgeruht, sondern den Tanzflächen unermüdlich mit neuen Songs eingeheizt – und dabei Seite an Seite mit Szenegrößen wie etwa VNV Nation die halbe Welt betourt. 2005 folgt der Release der EP „V 2.0 – Evil Gets An Upgrade” und des hammerharten Doppelalbums „999”. Ein Jahr später lässt man neben der EP “Ultraviolent Six” schließlich auch den mittlerweile kultigen Hit “Koprolalie” auf die Menschheit los. Weiter geht es mit den Scheiben “Sieben”, “For The Sick And Disturbed” (“Schaufensterpuppenarsch”!) und Ende 2009 kommt dann die “Hexakosiohexekontakexa” dazu… und soviel sei verraten: das wird alles andere als eine Verschnaufpause!
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